48 s Verkohlungsofen.
tennetar vor etwa zwanzig Jahren bekannt gemacht.—Reit Arch. f. d. Phystol. V. 146.
Verkohlungsofen, wo die Hotzverkohlung im verschlosse-nen Raume ausgeführt, und die höchst unvollkommeneMeilerverkohlung entbehrlich gemacht wird, hak derBerg- und Münzmeister Löwel in Saalfeld erfunden.
— All. Anz. d. Deutsch. 1319. Nro. 246.
Versehen, s. Legiren.
Verstümmelte Nasen (4 B. zog). Tagliacozzi 'räumt selbst ein, daß er in der Kunst, verstümmelte INasen, Lippen, rc. zu ersetzen, einige Vorgänger gehabthabe; und schon Falloppius sagt, daß es in Cala- zh,ien Aerzte gäbe, die diese Kunst verständen, (gui äenuo !rsßisnunt. vsres). Dem Tagliacozzi aber gebührtdas Verdienst, diese Kunst erst ordenlich eingerichtet, undöffentlich bekannt gemacht zu haben. Nach ihm habenGriffen, Mvlinetti, und Purmattn diese Kunst >verrichtet, und letzterer soll eine bessere Methode dazuangegeben haben. — Stolle Hist. d. med. Gel. 8z/. iff. — Der Gehimerath Gräfe zu Berlin , theilt dieGeschichte der Rhinoplastik in z Perioden. Dieerste Periode begreift die Kunst der Nasenbildung ausder Slirnhaut, wie sie seit den ältesten Zeiten inIndien geübt wird, und gegen das Ende des XV. Jahr-hunderts nach Italien übertragen wurde. Die KüümaS,Abkömmlinge der Brammen, waren seit undenklichen Zei-ten mit dieser Kunst beschäftigt, wozu ihnen die Häufig-keit des Verlustes der Nase, als Folge der Bcstrafungs-art in Indien , und der rvhesten Nachbegier Anlaß gab'.
Da einen großen Theil des Mittelalters hindurch Spa-nten, Sicilisn und Neapel , im regen Verkehr mit drlrArabern stand, so verdankt man dieser Verbindung wahr-scheinlich die Ueberrcagung-der Nasenbildung aus demOrient nach Italien , wo sie im Jahr »442 von dem