Weinbau
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in München hat die wichtige Erfahrung gemacht, daß,wenn man Wein in einer, mit Blase verschlossenenFlasche aufbewahrt, solche die wässerigen Theile desWcinS durch sie hindurch entwickeln laßt, die geistigenhingegen vor der Ausdünstung schützt, so daß die geist-reiche Beschaffenheit des Weins dadurch in einem hohenGrade zunimmt, und einem von altern Jahren ähnlichwird. —- Hermbstädt Rathg. III, 177^ — Oppvs.Bl. I8ly. S. 536.
Weinbau (4B. 366). Die Lateiner schreiben dem Smturnus die Erfindung des Weins zu. Nach dem He-karäus Milesius hat Orestheus den Menschen zu-erst den Weinstock in Actollen bekannt gemacht. Er warein Sohn Deucalions oder Lycaons, und sein Enkelhieß Oeneus, der «-roo-vwv, von Weinstöcken, sei-nen Namen haben soll. Andere leiten das Wortvom Oeneus her, weil er der erste gewesen seyn soll,der aus den Trauben Wein preßte. Athen aus bemerkt,daß der Weinstcck am Fluß Alpheus in Olympia ent-deckt sey. Nach. He llanikus, Meinung ist er beiPlinthion, einer egyptifchen Stadt, entdeckt; daherauch tue Egypter dem Weine , sehr ergeben gewesen seynsollen. — Pott er Archaol. II. 64z. — Pie in öffent-lichen Blättern bekannt gewordene Methode, des HerrnLcrmbry von M andres, das Reerm der Trauben(Abfallen der Beeren nach der Blüthe) mittelst eigen zubehandelnder Einschnitte zu verhüten, und.zugleich ihreZeitigung zu befördern, ist von Jacob Fyrrrr zumSteinfels in Winlerthur, nach erprobter Zweckmäßig-keit, besonders für Anwendung im Großen, vervollkomm-net worden,. Daß übrigens ein dünner Einschnitt indie Rinde (rings UM den Stamm) macht, daß die Früchtegrößer werden, und früher reifen, ist schon länger be-kannt. Auch wulde dieses Mittel gegen Ende des vori-