Am Hofe einer Exkönigin.
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könig bald entwaffnet durch eine Volkserhebung, wenn er mit alleiniger Unterstützungseiner Nationalgarden es mit Gewaltsmaßregeln versuchen wollte.
, Dienstag, 3. Mai.
Nach den neuen Erklärungen, welche die Königin mir gab, war es mir nicht schwer,die Note über ihre Angelegenheiten, die sie für den Königspalast bestimmt, zu redigieren.Sie will, ich soll in den Begehren, die sie stellt, alles beiseite lassen, was die Ereignissehinfällig gemacht haben. So hätte das Großherzogtum Berg ihr jährlich 5 MillionenEinkünfte bringen sollen, da ihr Sohn Napoleon-Louis der anerkannte Fürst diesesReiches und sie der natürliche Vormund dieses jungen Prinzen war. Die 5 Millionenflössen alljährlich in den französischen Schatz, und sie bekam niemals einen Rappen davon.'
Im Jahr 1810, anläßlich der Vereinigung Hollands mit Frankreich , hatte ihrder Kaiser 2 Millionen jährlicher Rente angewiesen, wovon 1 Million auf den franzö-sischen Schatz und die andere zur Hälfte auf den Ertrag der Wälder bei Saint-Leu,zur andern Hälfte auf die Krongüter Hollands . Später wurden die holländischen Güterzugunsten der außerordentlichen Domäne Frankreichs verkauft; der Kaiser gab der Königindafür einen Bon für 500000 Franken Rente auf das Hauptbuch. Auf alles das leistetdie Königin Verzicht. Sie verlangt auch nichts von dem Eintagsherzogtum von Saint-Leu, das sie anno 1815 verwirkte. Sie erinnert nur daran, daß im Jahr 1814 manihr 700 000 Franken auf ihre Einkünfte und 600000 der Kaiserin Josephine schuldete.
Der Kaiser hatte soeben die Kosten der Ausrüstung des Heeres auf seine Privat-fchatulle genommen; es blieben ihm 10 Millionen, die während des Rückzuges nach Blois gebracht wurden. Daraus bezahlte man einen Teil des Gehalts, den man den Personen,die gefolgt waren, schuldete; der Nest wurde durch Kosaken erbeutet und sehr ehrenwertder provisorischen Regierung übergeben, deren Mitglieder die Summe unter sich teilten.
Mehrere Hunderttausende von Franken , die für die Königin bestimmt waren,waren bei Herr Lefebvre, Einnehmer in Blois , deponiert; aber sie erhielt nicht recht-zeitig die Anzeige des Finanzministers Grafen Mollien darüber, und der Herzog vonAngouleme eignete sie sich an. Sie anerkennt, daß der Rückstand von 600 000 Franken,die man ihrer Mutter schuldete, auf das Verlangen des bayerischen Gesandten im Jahr1818 ausbezahlt und von ihr mit ihrem Bruder, Prinzen Eugen, geteilt wurde. Aberdie 700 000 Franken, die man ihr seit 1814 schuldet, und die seither durch die Zinsen aufnahezu eine Million angewachsen sind, sind ihr nie ausbezahlt worden und bildeneigentlich gesprochen den Gegenstand ihrer Reklamation. Eine schnelle Antwort ist not-wendig mit Rücksicht auf ihren gegenwärtigen Vermögensstand. Ihr Vermögensverwalterin Paris, Herr Devaux, ist mit Bankrott bedroht: sie hat 400000 Fr. an ihn zufordern. Eine Spekulation auf ich weiß nicht was für Güter, in welche Herr von Bracksie hineingerissen hat, kostet sie 300000 Franken, und das in Verbindung mit allem,was sie in ihren letzten Unglücksfällen verloren hat, hat ihr Vermögen ausgezehrt.
Ihre Gesundheit ist nicht die beste, da sie durch die nervöse Überreizung, in welchersie seit einem Monat lebt, erschöpft und an der Grenze ihrer Kräfte angelangt ist nachder Anstrengung, die die Unterhandlungen mit dem König und mit Herrn Kasimir Periersie gekostet haben. Mit Ungeduld erwartete sie ihre Ankunft in Paris , um endlichTrauer anzulegen um ihren Sohn. Ich hatte ihr ein schwarzes Kleid bestellt, das eineArbeiterin gekommen ist ihr anzuprobieren. Aber beim Anblick des Trauerkleides ist sie