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F, Schaltegger.
so plötzlich zusammengesunken, daß ich glaubte, sie hätte einen Blutsturz. Ein Weinkrampffolgte, der bald wieder jenem Zustand der Betäubung Platz machte, in welche der TodNapoleons sie versetzt hatte. Ich ließ das Kleid in einem Kasten verschwinden, und seitherist nich^mehr davon die Rede gewesen; aber die Schwäche und der Ekel bleiben; der Pulsbelebt sich nicht; die Königin zeigt nur noch einiges Leben um ihren Sohn zu pflegen, derimmer noch das Bett hütet und leidend ist. An seinem Bette sitzend, verläßt sie ihn nur abends,um einige Schritte im Freien zu machen; so fordert es die Anordnung des Arztes, denman zu Rate gezogen hat, und den der Zustand der Mrs. Hamilton aus der Fassung bringt.
Dann und wann benutze ich die Besuche, die zu mir kommen, um sie zu zerstreuen,indem ich ihr meine Freunde vorstelle. Mein Vetter Prosper, mit dem sie bei mir ein poli-tisches Gespräch hatte, war beim Weggehen hingerissen von der Anmut, dem Geist und denEinsichten der Mrs. Hamilton; ich beeilte mich dann ihm mitzuteilen, sie sei geborene Französin.
Da wir den Zeitpunkt unserer Abreise beständig aufschieben, wird es Samstagden 30. Die Eile, die das Palais royal hat, die Königin in London zu wissen, gehtaus einem neuen Besuch des Herrn von Houdetot hervor und aus den Bedingungen,die er ihr soeben eröffnet hat. Er setzt voraus, die Königin befinde sich jenseits der Meer-enge, und meint, sie soll dem König einen allgemein gehaltenen Brief schreiben, der demganzen Ministerium vorgewiesen werden könne. Sie soll darin sagen, sie bedürfe umihrer Gesundheit willen einer Mineralwasserkur, und zwar nicht in Plombitzres, was sievorgezogen hätte, sondern in Vichy. Diese Wahl stammt von Herrn Kasimir Perier;er meint, die Königin sei in Plombieres zu bekannt, und wittert von dieser Seitebonapartistische Gerüche. Vichy ist nahe bei Randan, das der Familie Orleans gehört.Herr von Houdetot versichert, man hätte der Königin dieses Schloß angeboten, wenn esbesser mit Möbeln versehen wäre.
Um nach Vichy zu gelangen, soll sie einen Paß auf den Namen einer Gräfin vonArenenberg bekommen, soll aber London nicht verlassen, ohne zuvor ihre Abreise nachParis gemeldet zu haben; eine Note über ihre Angelegenheit werde in nützlicher Fristden Zeitungen zugestellt werden. Nach ihrer Herstellung soll sie durch Paris reisen, umdem König zu danken. Sobald die Kammern wieder zusammentreten, werde sie sowieihr Sohn von der Proskriptionsliste gestrichen. Der Prinz soll ins Heer eintreten, undvielleicht würde man ihn in der Folge zum Pair von Frankreich ernennen, je nachdemdie Ruhe mehr oder weniger rasch wieder hergestellt werde.
Alle diese Vorschläge des Herrn von Houdetot wurden Wort für Wort dem Prinzenwiederholt. „Und um welchen Preis muß man das erkaufen, meine Mutter?" antworteter plötzlich. Sie gesteht, der Name Bonaparte errege bei Louis-Philippe Verdacht, unddie Bedingung, die man in den Vertrag gesetzt habe, sei der Tausch dieses Namens anden eines Herzogs von Saint-Leu.
Bei diesen Worten erhebt sich der Prinz von seinem Kanapee und geht mit lebhaftenSchritten im Zimmer auf und ab. „Lieber wollte ich im Sarge meines Bruders gebettetsein", sagt er mit Entrüstung. Er will, daß man ihn nicht mehr mit allen diesenProjekten belästige und nimmt eine Nummer der „Tribune", die auf einem Stuhl liegt,zur Hand und vertieft sich scheinbar in die Lektüre dieser Zeitung.
Herr von Houdetot, nachdem seine Sendung einmal erfüllt ist, enthält sich, dieSache noch einmal vor der Königin zur Sprache zu bringen und will nicht den Anscheinhaben, als ob er bei ihr um eine Antwort anhalte. Aber er-kommt oft, sich nach dem