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Veränderung der Erdoberfläche innerhalb des Kantons Thurgau in den letzten 200 Jahren / von H. Wegelin
(Frauenfeld)
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und 10. August erteilte Erlaubnis zur Reproduktion von fünfAbschnitten aus dem schweizerischen topographischen Atlas(Fig. 1, 9, 14, 16 und 19).

I. Kritik der Quellen, insbesondere der Karten.

Es gibt eine Reihe von Plänen und Karten aus den letztendrei Jahrhunderten, welche einzelne Gegenden oder das ganzeGebiet des Thurgaus darstellen. Die hauptsächlichsten der-selben: Gygers Karte des Kantons Zürich von 1667, NötzlisEntwurf der Landgrafschaft Thurgau, die Herrschaftsplänedes 18. Jahrhunderts, Sulzbergers topographische Karte von1836 und der neue schweizerische topographische Atlas derSchweiz sind voneinander unabhängige Darstellungen inZeitintervallen von 50 60 Jahren und erscheinen darumtrefflich geeignet, die Veränderungen herauszufinden, welcheunser engeres Vaterland seit der Mitte des 17. Jahrhundertserfahren hat. Indes ist eine vorgängige Prüfung des Karten-materials auf seine Zuverlässigkeit durchaus notwendig, damitnicht aus allfälligen falschen Darstellungen eine Umgestaltungherausgelesen wird, die niemals .stattgefunden hat. Als Prüf-stein eignet sich vor allem die Landschaft Dießenhofen , diedank ihrer vorgeschobenen Grenzlage zwischen Zürich undSchaffhausen nicht nur vom Thurgau aus, sondern als Grenz-gebiet auch von jenen Kantonen topographisch berücksichtigtwird.

A. Die Karte des Kantons Zürich von Hs. C. Gyger

Für die Karte des Kantons Zürich Einer Lobl. StattZürich eigenthümlich zugehörige Graff - und Herrschaften,Stett. Land und Gebiett, Sampt deroselben anstoßendenbenachbarten Landen und gemeinen Vogteien von HansConrad Gyger im Maßstab von zirka 1 : 32 000 (vorzüglichlithographisch reproduziert 1891 von Hofer & Burger in Zürich ),verweise ich auf Wolf, Geschichte der Vermessungen in derSchweiz, Zürich 1879, und besonders auf Walser, Verände-rungen der Erdoberfläche im Umkreis des Kantons Zürich seit