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auch westlich Dießenhofen längs des Klostergobiotes größereAbspülung vermieden.
Am Rheinknie gegenüber Riisingen, der botanisch berühmtenScharenwiese entlang, ist die Wellenerosion ebenfalls er-giebig, besonders seitdem der Landungssteg von Büsingon ost-wärts verlegt wurde und ein Ruderklub den obern Teil derWiese benutzt. In der Nähe der Rheinbiegung ist der fest-verfilzte Rasen stark unterspült und sinkt schwadenweise ein,am Rande nach und nach in Schollen zerfallend.
B. Die Flüsse im Innern des Kantons.
a. Die Thur.
1. Das Kartenbild.
Während Nötzli der Thur einen ausgeglichenen Laufzeichnet ähnlich dem Dießenhofer Rhein und nur durch dieAuwälder und das Fehlen der Siedlungen an ihren Uferndie wahre Natur des Wildwassers ahnen läßt, erscheint beiGyger der Thurlauf richtigerweise als ein Netzwerk von Wasser-adern, die stellenweise weit- ausgreifen und zahlreiche Kies-inseln umschließen.
Im wesentlichen die gleichen Verhältnisse kartieren dieHerrschaftspläne von Neunforn 1730 und Ittingen 1743, dieThurlaufkarte Breitingers 1811 und die topographische KarteSulzbergers. Da aber bei jedem Hochwasser sich die Fluß-schlingen änderten, zeigen die verschiedenen Karten jeweilentotal andere Bilder, so daß man den Fluß nicht wieder er-kennen könnte, wenn nicht die Uferorte sich gleich gebliebenwären (Fig. 15—17).
Als Haupttummelplatz der trüben Wasser erscheint natur-gemäß der flache Boden des ehemaligen Frauenfelder Seesvon Hasli bis Ossingen mit einer Breite von 272 km. Ueber-8chwemmungsgebiete sind auch die Alluvialebenen von Kradolf bis Bürglen und von da bis Wigoltingen, die auf der Gyger-karte keinen Platz mehr fanden. Sie kennzeichnen sich durchStromteilung, durch Kieslager und Auwald („Staudenland“),durch verschleppte oder auf erhöhtem Bett zulaufende Seiten-bäche.
Die eidgenössische topographische Karte von 1880zeigt bereits das normalisierte Thurbett, neben demselben aber