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Germanen als Speise genossen, sogar zu Brot gebacken, späterstets als Schweinefutter geschätzt. Das Recht zum Eintreibender Schweine in den herbstlichen Eichenwald, das Schüttelnder Eichen und das Eichelnsammeln bildete bis in die neuereZeit einen wichtigen Artikel der Waldverträge; die Eichewurde als „berhafter“ Baum den Obstbäumen gleich geachtetund als erster Waldbaum durch Saat nachgezogen. Schiatter(S. 110) führt das Waldmastrecht zu Romanshorn 779 an,und noch 1748 wird in der Romanshorner Waldordnung dasEichenschütteln, Kirschenlesen u. dgl. den Berechtigten Vor-behalten (Boltshauser). Auch die GüttingerUrkunden erwähnendas Recht der Schweinemastweid im Walde (Schaltegger),ebenso solche von Dießenhofen (Idiotikon, S. 71). Da nunaber immerhin diese Berichte spärlich sind, darf angenommenwerden, daß die Eiche nirgends in großen Beständen ver-breitet war, am ehesten noch in den Mittelwaldungen demSee und Rhein entlang, wo stets auch guter Absatz für Rindezu finden war in den zahlreichen Gerbereien.
Die Orts- und Flurnamen unterscheiden die beiden Tannen-arten nicht. Der frühere Wald im schweizerischen Mittellandesoll fast ausschließlich die Weißtanne und nur vereinzelt dieFichte besessen haben. Daß letztere aber wirklich im Thurgauvorkam, beweisen Zapfen und Samen in den Pfahlbauten vonSteckborn , sowie das Fichtenholz in allen Schichten desEschliker Rietes (Früh u. Schröter, Moore, S. 358 u. 370).
Wenn die Linde 12mal erwähnt ist, so darf daraus dochnicht auf ihre allgemeine Verbreitung als Waldbaum geschlossenwerden. Sie ist nur im Bezirk Dießenhofen häufig, wohin siesich wohl vom Randen ausgebreitet hat, und findet sich ver-einzelt als Gesträuch am Seerücken und im Hörnligebiet.Dagegen wurde sie in den Siedlungen als Dorflinde (Roggwil ,Weinfelden, Bischofszell, Arbon usw.), und abseits von den-selben als Gerichts- (Thurlinde bei Rickenbach ) und Grenz-baum (Klosterlinde bei Dießenhofen) absichtlich gepflanzt.
b. Im 19. Jahrhundert.
Die Sulzbergerkarte zeichnet die Wälder nach den zur Zeitder Aufnahme herrschenden Beständen mit Sternchen (Nadel-wald) und kleinen Nullen (Laubwald). Ihr zufolge hatten inden 30er Jahren: