Buch 
Geschichte der Herrschaft Herdern : zugleich ein Beitrag zur Geschichte derer von Hohen- und Breitenlandenberg / von J.J. Wälli, alt Pfarrer
Entstehung
JPEG-Download
 

III. Herdern unter den SreitenlandentierZ

1579-1681.

An Macht und Einfluß standen diese zu jener Zeit hinterden Hohenlandenberg nicht zurück. Das ersehen wir aus denErwerbungen Albrechts, des ersten der Breitenlandenberge, derHerdern besaß. Im Jahr 1579 hatte er dieses an sich gebracht.Seine Gattin war eine Veronika von Stoffeln; der Heiratskontraktmit dieser datiert vom 15. Mai 1555. Sie brachte ihm 2000Gulden Heiratsgut, wogegen der Gatte ihr ebenso vielverwidmenund widerlegen" soll nebst einer Morgengabe von 400 Gulden.Albrecht besaß zu jener Zeit auch die Herrschaft Berg am Otten-berg. Er verkaufte sie am 7. August 1585 an Berchtold Brümsium 11 000 Gulden Konstanzermünz. Er hatte sie erworben vonJörg Ulstett. Vier Jahre vorher, Anno 1581, verpfändete er um500 Gulden, die er von Christoph Schultheiß in Konstanz ent-lehnte, die Tiesenmühle, den Hnobhof, den halben Weierhof undverschiedene einzelne Stücke. Zugleich unterschrieb sich Hs. Heinrichvon Liebenfels zu Gündelhart als Bürge und Selbstzahler. DerVerkauf von Berg an Berthold Brümsi brachte in der Folge weit-läufige ökonomische Verwicklungen, welche die Gerichte beschäftigtenund bis auf die Zeiten Hs. Kaspars von Breitenlandenberg nach-wirkten. Noch vorher besaß er auch Bürgten, wie wir Zins-quittungen entnehmen, die alt Schultheiß Rochus Hebelin von Luzern ihm ausstellte. Im Jahr 1583 starb der Schwiegervater Jakobvon Stoffeln, und Albrecht hatte sich mit den drei Schwagern,Reinhart von Neuneck zu Kaltenhorn, Pilgrim von Reischach zuStoffeln, und Balthasar von Hornstein in das Erbe zu teilen.