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Und da wär' todt gelegen des Sigmund edler Sohn,doch steh, ihm stuhnd zur Seite das Zwerglein Albrich schon.
Es deckt ihn mit der Tarnhaut,*) daß ihn der Ries nicht sah.Ohei, wie lief der Jots herum im Zorne da!
Wer hat dich weggestohlen? bist du von Alfenart?
Das hätt' ich nicht vermutet, dein Schlagen war zu hart. —Das Zwerglein aber lachte und setzte zum Helden sich:
Nun aber, edler Degen, steh' auf und rette dich!
Laß Hort und Maide fahren, nun kannst du sicher gehn,in meiner Nebelkappe soll dich kein Auge sehn. —
Da seufzte der kühne Ritter: du bist so treu an mir,das ich doch nicht verdiente. Deß dank' ich ewig dir.
Doch rede mir nicht von Zagen, und rede mir nicht von Fliehn!Soll ich nach so viel Mühe geschlagen von dannen ziehn?
Und hätt' ich tausend Leben, so sei der Schwur gethan,die schöne Maid zu retten, setz' ich sie alle dran. —
Da riß er die Nebelkappe vom Haupt, zum Schwerte griff,das nun ergrimmt dem Riesen um seine Ohren pfiff.
Der schrie aus allen Kräften: o weh, du Menschenkind,was deine schnellen Streiche so scharf und beißend sind!
Du bist allein und scheinst mir ein Heer so unverzagt.
Was magst du mich erschlagen um eine junge Magt?
Und schlägst du mich zu Tode, kann das dir nütze sein?
Es kennt kein Mensch auf Erden als ich den Drachenstein. —
Da dachte an die Maide der Sigelinde Knab,
und ließ den Riesen leben, und ließ vom Schlagen ab. -
So trolle dich von dannen und geh mir rasch voran!
Find' ich noch eine Tücke, so ist's um dich gethan. —
Der Riese sah sein Zürnen und war nun zahm gemacht;er gieng voran dem Recken tief in des Waldes Nacht.
„Nimm dich in acht beim Trinken! dich hätt' es getroffen bald.Es könnte dir schlimmer gehen dereinst im Odenwald ." —
Gern wär' er oft gesessen, von seinen Wunden matt;der Jüngling ohne Mitleid trieb stets ihn von der Statt.
') Name des AcgishelmeS, der Nebelkappe.