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Des hl. Gallus Zelle an der Steinach im Jahre 614 / von Dr. Anton Henne
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26. Der Apostel.

Es kam der Lenz näher. Mit dem ersten April (früher erstenMärz, wie in Griechenland ) liefen die Kinder auf dem Romonten,voran Einer auf dem hölzernen Frühlingsrößchen reitend, dessen Hinter-beine er selbst bildete, Gaben sammelnd, von Haus zu Haus, dieStrofe singend:

Odulunäu Uui'2, olrulullä L.vril!

Imoollü Ins vg,L6U8 our ä'uil!

Im nuüv 8 PU 88 S 80 llS>,

I/llsriig, orssolln

Outu'no osunlounsu,

KsAnsr 8'bsllsäs8olrg, !*)

Am W a l b ur g e n s s e st e (2. Mai) trieb man das Vieh aufdie Weide, Einzelne ihr Sennthum, um Zins an den König, auch indie Hochweiden ob St. Gallen , im jetzigen Appenzellerlande. Dannklatschten die Sennen mit großen Peitschen von allen Anhöhen in dieThäler und Ebenen hinab, während Andere die Rufhörner bliesen.So weit die drei Klatsche und die drei Rufe ertönten, konnte keineder in der Walburgisnacht frei schwärmenden Truden (Hexen) demViehe und der Familie des Sennen schaden. Auch der berühmteAlpruf Abends auf gewissen Höhen galt wider böse Einflüsse, nament-lich gegen das noch heute sogenannte Alprücken, d. h. jenes durchGeistergewalt bewirkte Wegrücken einer gesammten Heerde und ihrEmporheben in die Luft, wo jedes Thier, mit ängstlich zurückgewandtemKopse, eine Strecke weit fortgeführt wurde, der mißverstandene Mythusvon dem nächtlichen leisen Hinschweben der Gestirnheerde durch den

Der erste Wärz, der erste April! Lasset die Kühe aus dem Stalle! DerSchnee vergeht, ras Gras ersteht. Gehxt auch uns was, daß der Herr 's euchsegne!