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von Sechsern und Siebnern auswies, da verdüstertesich der Horizont; der Vater wollte nicht begreifen, daßich ein so unfähiger und fauler Schüler sei, konnte sichin die „verkehrte Welt", wie er die Sache nannte,durchaus nicht finden, und erst, als mein Mitschüler ausdem Dorfe alles bestätigte, fand er sich kopfschüttelndin die Neuerung, und erst da gab's wieder eine Brat-wurst zum Nachtessen.
Dank dem ausgezeichneten Rufe der Anstalt mehrtesich die Schülerzahl derart, daß man nach einem neuenLokal Umschau halten mußte; ein passendes fand sichdann zuunterst im Städtchen. Zu ebener Erde war einZimmer für die Erstkläßler, während im obersten Stockdie zweite zusammen mit der weniger zahlreichen drittenKlasse unterrichtet wurde. Im mittleren Stock hatte HerrBraun seine Wohnung. Das neue Schulhaus wurdenatürlich feierlich eingeweiht. Ueber den Fenstern deszweiten Stockes hatten die Mädchen in Moosbuchstabendie Worte von Schupplis Wahlspruch „Ora et labora"(bete und arbeite) angebracht, eine ganz hübsche Arbeit.Diese Zier blieb lange an ihrem Ort. Als nun aneinem Wochenmarkt mein Freund, der Decker, mit demich inzwischen schon manches Hühnchen gerupft hatte,dieselbe sah und las, da hielt er mich auf dem Heim-weg an, wie er es schon so oft getan. „Du", brummteer mich an, „was schreibt ihr denn für dummes Zeugan euer Schulhaus? Ich hätte geglaubt, die Lehrerwären gescheiter." Meine Übersetzung, die ich mit Stolzkundgab, wollte er nicht gelten lassen. Die „Ohre",Meinte er, werden eben auf uns dumme Jungen gemünzt