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Dr. Adolf Wartenweiler, Romanshorn : : ein Lebensbild, nach eigenen Aufzeichnungen
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schon halbe Studenten, haben Vereine, tragen Mützenund Bänder und kennen schon den ganzen Comment.Sie sind denn auch oft schon etwas blasiert, während füruns damals all das so neu, so erfrischend und belebendwar wie ein sprudelnder Gebirgsquell.

Studentenjahre.

Zürich . Selbstverständlich kam ich an die nächst-gelegene Universität, nach Zürich . Mit welchem Stolzging's da aufs Obmannamt, die Kollegien zubelegen"und dann ebenso selbstverständlich auf die Suche nacheinerBude." Wir hatten noch eine entfernte Ver-wandte in Riesbach , die Frau von Metzger P. Dabekam ich ein prächtiges Zimmer. Die Kost war, wiees bei einem Metzger ja nicht anders sein kann, kräftigund mehr als genügend; aber es war doch gar zu weitvon Universität, Spital und botanischem Garten, dieja unter sich wieder weit auseinanderlagen. Schließ-lich wurde es des Rennens und Jagens manchmal zuviel, und so bezog ich ein Logis im selben Hause wieein Kantonsschulfreund und am selben Tische, beieiner Frau W. Die gute, liebe, alte Frau war immerkrank, wassersüchtig, aufs Kanapee gebannt, entwickeltetrotzdem bei Tisch einen Humor, mindestens so vorzüg-lich wie der Appetit von unseren stets hungrigen Mägen.Sie machte sich oft lustig über die zwei jungen Mediziner,die nichts, aber auch gar nichts wüßten, um sie zukurieren. Dafür straften wir sie mit einem, wenn mög-lich noch größeren Appetit, brachten dann aber den