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Dr. Adolf Wartenweiler, Romanshorn : : ein Lebensbild, nach eigenen Aufzeichnungen
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übernachten. Ja, Kuchen! Dazu war ich viel zu schüchtern;das Wetter mochte sein, wie es wollte, ich mutzte heimzu Muttern."

Also, aus nach der Ebenalp!

All die Empfindungen, die frohen Gefühle zuschildern, welche die jungen Herzen erfüllten, als wir daserste Mal auszogen,in die Berge", wäre kaum mög-lich. Sahen wir doch täglich auf unserm Schulweg dieEhurfirsten, den Säntis und, sich anlehnend, die Eben-alp. Und nun sollten wir hinaufwandern dürfen in dasunbekannte, romantische Reich. Ios. Victor v. Scheffelhatte dazumal noch nicht geschrieben; derEkkehard"lag noch lange nicht in den Windeln, und das Walthari-Lied ruhte noch unentdeckt in der Klosterbücherei. Wennnun auch keine poetisch verklärten Gestalten uns be-gleiteten, war um so größer der Zauber, den MutterNatur auf uns ausübte. Wie eine kleine Herde über-mütiger Geitzen kletterten wir den Berg hinan, da unddort eine unbekannte Blume pflückend, ein paar Steinesammelnd, den Lehrer mit Fragen bestürmend. Als wirnun gar in einer schattigen Mulde noch Schnee ent-^ deckten, da gab's unter Hellem Jauchzen mitten imSommer eine gewaltige Schneeballenschlacht.

Beim Wildkirchli war's zu jener Zeit noch nicht soeingerichtet wie heute, und die plötzlich anstürmendeSchülerschar brachte den Wirt in etwelche Verlegenheit.Wo sollte er die nun einquartieren? Doch bald wurdeRat geschafft. Vom gewaltigen Felsen überdacht, standam Rande des Abgrundes ein kleiner Iiegenstall. Dieheimatberechtigten Insassen hatten sich bereits zur Ruhe