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Dr. Adolf Wartenweiler, Romanshorn : : ein Lebensbild, nach eigenen Aufzeichnungen
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und fuhr mit der Schwester heimwärts. Als wir etwasoberhalb Buhwil hinfuhren, bei einer dicken, alten,knorrigen Eiche, sagte er uns, der Vater sei gestorben.So oft ich in späterer Zeit auch dort vorbeikam, ich konntejenen Baum nie ansehen, ohne daß mir jener 2. No-vember 1858 mit allen Einzelheiten lebhaft und schmerz-lich ins Gedächtnis kam.

Ueber die darauffolgenden Stunden will ich hinweg-gehen. Die treuen Augen waren geschlossen, die Lippenverstummt für immer. Man zog mir eine schwarze Westean. Dann ging's wieder nach Frauenseld.

Das Maturitätsexamen war eine harte Nutz. Dochspielte hier, wie so manchmal im Leben, ein glücklicherZufall eine Rolle.

Es war ein paar Tage vor Beginn der Prüfung,als ich mit einem Klassengenossen ins Rektoratszimmerkam, Bücher zu holen aus der Bibliothek, die wirfleißig benühten. Plötzlich erhielt ich einen Rippenstoß:Haltstill!" wurde geflüstert, und während ich steif wieein Brett dastand, schrieb mein Kamerad hinter meinemRücken, emsig wie eine Ameise. Mit seinen Adleraugenhatte er auf dem Tisch einen Zettel entdeckt, auf demdie schriftlichen Arbeiten für unser Examen notiert waren.Gab das ein Hallo, als wir mit unserer Beute insKlassenzimmer kamen! Flugs wurden die alten Lexikaherbeigeholt und übersetzt im Schweiße des Angesichts,'dann wurde der deutsche Aufsatz vorbereitet, die Auf-gaben für Physik, Mathematik usw., und so ging'swohlbestellt" ins Examen. Aber, o weh, statt ausTaesar, de bello Gallico kam ein Thema aus Cicero ,