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Dr. Adolf Wartenweiler, Romanshorn : : ein Lebensbild, nach eigenen Aufzeichnungen
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entfuhr, wurde mir dort die Ehre zuteil, das Kneipblattzu schreiben. Es versteht sich von selbst, daß da jedeBlöße meiner Kommilitonen unbarmherzig unter dasSeziermesser genommen wurde.

So ging in abwechslungsreicher Zeiteinteilung -zwischen dem Besuche der Vortrage und Demonstrationenverehrter, von ihrem Fache begeisterter Professoren und *Dozenten, dem Fechtboden, wo ich eifrig das Rapierschwang, dem Studium in Bibliothek und auf der Bude,und dem regen Verkehr mit lieben, von gleichen Idealenerfüllten Freunden, ein Semester um das andere fastunbemerkt vorbei.

Am Ende des vierten Semesters meinte Freund M.,es wäre doch nicht ohne, die Universität einmal zu wech-seln, z. B. nach Stratzburg zu gehen, wo sein Vater,auch Mediziner, ebenfalls einige Zeit studiert hatte.Man müsse die Zeit benützen, auch etwas Land undLeute zu studieren,- wir könnten da auch richtig fran-zösisch lernen, kurz, es sei Gelegenheit geboten, minde-stens drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Daich seit dem Tode meines Vaters sozusagen selbständigwar, sagte ich natürlich zu, und hinunter ging's nachBasel . Dort wurde ein kleiner Halt gemacht, nament-lich auch, weil da unsere Iofinger Brüder an jenemAbend gerade Sitzung hatten. Da ich die Stadt vonfrüher her schon etwas kannte, hätte längeres Ver-weilen keinen Sinn gehabt. Um die mitternächtliche Stundezogen wir über die Rheinbrücke; dabei kam mein linkerEllbogen, wie es eben gehen kann, in etwas zu naheBerührung mit dem Arm eines entgegenkommenden