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dazu trat etwas Kopfweh und allgemeines Unwohlsein.Ich wurde nicht recht klug aus der Sache, machte mirnichts daraus und war auch nicht eine Stunde im Bett.Da kamen eines Tages Bruder Jakob und SchwagerH. auf Besuch, blieben etwa zwei bis drei Stunden.Während dieser Zeit saß ich auf dem Kanapee undplauderte mit ihnen. Beide kamen nach Haus, und beideerkrankten aus den Tod — an Pocken. Keine Frage,sie hatten diesen Krankheitskeim bei mir geholt. Meinepaar Bläschen waren also Dariola in leichtester Form,aus der sich dann zwei Fälle allerschwerster Art ent-wickelten. Aber woher kam die Krankheit bei mir?Weder in einem Wiener, noch in einem Münchner Spitalhatte ich einen Pockenkranken gesehen, sonst hätte sichdie Diagnose von selbst aufgedrängt. Zweifelsohne hatteich die Keime in einem Gasthofbett in München erwischt,vielleicht auch auf der Eisenbahnfahrt. Aus guten Grün-den lautete mein Billet nicht aus die erste Klasse,- dagab's denn unter der Reisegesellschaft oft auch allerleiunsauberes Slovaken- und Kroatenvolk. Merkwürdiger-weise blieb Bruder Fritz, bci dem ich wohnte, mit Fa-milie und Gesinde, völlig frei von der Krankheit, wäh-rend sie in einem Nachbarhause, wo ich mich scheint'szu früh blicken ließ, ebenfalls auftrat.
Gefährlicher hätte für mich ein Sontagnachmittags-ritt, er hätte ein Todesritt werden können. Ich saß amTisch und arbeitete, als ein Freund und Vetter daher kam,mich zu einem Spazierritt einzuladen. Lange sträubteich mich. Schließlich wurde gesattelt, und in munteremTrabe ging's nach Schönholzerswilen , dem Wohnorte