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Dr. Adolf Wartenweiler, Romanshorn : : ein Lebensbild, nach eigenen Aufzeichnungen
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Der Bierkultus der Münchner ist zu bekannt, alsdaß ich da viele Worte verlieren wollte. Nur erwähnenmuß ich das Hofbräuhaus. Wer das früher gekannt, «ist höchst erstaunt über sein jetziges modernes Aussehen.

Aus der alten, schmutzigen Kloake ist ein elegantes, rein-liches Lokal geworden. Allerdings muß man seinen Krugimmer noch selber spülen und sein Bier selbst holen.Doch kann sich der echte Münchner immer noch nichtmit der Neuerung befreunden, kann den alten, wennauch noch so schmutzigen Stammtisch nicht vergessen. Undso gerät er des Abends in großen Jörn, und in seinemZorne trinkt er zwei bis drei Liter mehr als sonst. Unddas Merkwürdigste bei dieser Leidenschaft ist das, daßsie nie verraucht, sondern jeden Abend wieder neu wird.Ueberhaupt ist der Besuch der Restaurants des Abendsein geradezu enormer. Mann und Weib ziehen aus, desLe' ens Bedürfnisse zu stillen. Man rede mir da nichtvon größerer Billigkeit. Ein solcher Wirtshausbesuchen iamille, wie er ja auch in kleineren Ortschafteneinreiht, ist für das Familienleben entschieden vomverderblichsten Einfluß. Und wenn sie erst alleingingen, die sparsamen Eltern! Aber nein, da werdenauch die Kinder mitgeschleppt. Dort, jene lieben, großen,dunklen Kinderaugen, die nur das Schönste vomSchönen und das Zarteste vom Zarten sehen und hörensollten, die gehören gewiß nicht hieher! Und jeneshalbwüchsige Backfischchen mit dem glitzernden Bettel-armband, wie verständnisvoll schlägt es mit der Fuß-spitze den Takt zu den prickelnden Melodien der.Leichten Kavallerie.' II u'^ a plus cl'ensants! Herrgott,