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Dr. Adolf Wartenweiler, Romanshorn : : ein Lebensbild, nach eigenen Aufzeichnungen
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110
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Die Red' des Herrn Regierungsrat war voll Begeisterung,Und fester fassen das Gewehr die Mannen, alt und jung.Wer geht so trüb und still einher?

Wer seufzet tief und seufzet schwer?

Der arme Assistenzarzt.

In der Kaserne Klingenthal , da war's uns nicht zum Spassen;Zwar gab es Kneipen ohne Zahl, und viele, viele jassen.Wer leidet da die größte Qnal?

Wer schreibt Rapporte ohne Zahl?

Der arme Assistenzarzt.

Im roten Turm in Delömont schön Aennchen füllt die Humpen,Und Kommandant und Aidemajor, die lassen sich nicht lumpen.Wer sitzt so traurig dort am Tisch?

Die salzigen Tränen rinnen frischDem armen Assistenzarzt.

O BoLcourt, o BoScourt! Fünf Meter Schnee's Höh'.Ist's jeden Winter hier so kalt? iVIon clieu, <?a se peut!Des Morgens früh Trompetenschall,

Und:Vorwärts!" hallt's allüberall.

O armer Assistenzarzt!

Wie eine Riesenschlange steigt durch Pichoux 's Bataillon;Der Durst verschlingt manch' Kilo Schnee, und dann das

kommt davon.

Da sammelt der Maroden vielBon Sonceboz bis weit nach Biel Der arme Assistenzarzt.

In Orbe , da schmeckt's schon fast nach Krieg, bei schrecklich

viel Soldaten;

Doch die Quartiere waren noch so ziemlich gut geraten.Die Theologie ist am Billard ;

Wer grämlich zuschaut, das ist klar:

Der arme Assistenzarzt.