92
Hk-) o ( Ze
feßelt, eingesperrt, wie die Schande, die des TagesLicht scheuen muß ——. im Herzen rein , unschul.dig, unbefleckt in meinen Absiebten; und doch ge<kränkt, verfolgt, geschändet, — - in die greulich-ste Lage versetzt; ein Verbrecher in den Augen desVaters, dessen Schätzung mir alles ist; des Vater-landes, dem ich Ehre, und Leben aufopfere; —— >und dann vielleicht noch den Werth meines Blutes,die Frucht des Vergehens, dessen Strafe mich er-wartet, vereitelt sehen -. O! das trift zu em-
pfindlich! das ist mir niederschlagender Donner!—Sterben: nein, der Gedanken empört meine Seelenicht; für das Vaterland sterben ist dem ^BürgerEhre; aber Schande zu erdulden: schreckliche Erin-nerung, für der sich mein Muth entsezt! - auf
dem Blutgerüste, in Ketten sterben: da sinkt sie^,meine Standhafligkeit! (er geht einige Mal mit denKennzeichen des anssersteiiSchmerzens über dicBühne: )^>blöder, blöder Julius! — (nachsinnend, und dannmit so gesetzter Stimme, daß der Sieg über seine Bestür-zung augenscheinlich wird:) Götter! straft mich
hart; beschimpft so gar mein Gedächtniß; drückt iihnderbe den schwachen muthlosen Sterblichen; aberrettet das Vaterland!
Zehnter Auftritt.
-
Julius. Valerius. ^
Valerius < mit einer wüthendrrrBkflüriiing)
Er ist'S. O Unbild! O Rache 1 -- JulisS!
du, in Ketten,? ' Iu-