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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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feßelt, eingesperrt, wie die Schande, die des TagesLicht scheuen muß. im Herzen rein , unschul.dig, unbefleckt in meinen Absiebten; und doch ge<kränkt, verfolgt, geschändet, - in die greulich-ste Lage versetzt; ein Verbrecher in den Augen desVaters, dessen Schätzung mir alles ist; des Vater-landes, dem ich Ehre, und Leben aufopfere; >und dann vielleicht noch den Werth meines Blutes,die Frucht des Vergehens, dessen Strafe mich er-wartet, vereitelt sehen -. O! das trift zu em-

pfindlich! das ist mir niederschlagender Donner!Sterben: nein, der Gedanken empört meine Seelenicht; für das Vaterland sterben ist dem ^BürgerEhre; aber Schande zu erdulden: schreckliche Erin-nerung, für der sich mein Muth entsezt! - auf

dem Blutgerüste, in Ketten sterben: da sinkt sie^,meine Standhafligkeit! (er geht einige Mal mit denKennzeichen des anssersteiiSchmerzens über dicBühne: )^>blöder, blöder Julius! (nachsinnend, und dannmit so gesetzter Stimme, daß der Sieg über seine Bestür-zung augenscheinlich wird:) Götter! straft mich

hart; beschimpft so gar mein Gedächtniß; drückt iihnderbe den schwachen muthlosen Sterblichen; aberrettet das Vaterland!

Zehnter Auftritt.

-

Julius. Valerius. ^

Valerius < mit einer wüthendrrrBkflüriiing)

Er ist'S. O Unbild! O Rache 1 -- JulisS!

du, in Ketten,? ' Iu-