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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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118
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-Hordrichi.

LuciuS! du hier? - deine Zähne knirschn,.

Was soll das schnelle Keichen, der wilde Blick, wassoll die wüthende Bewegung ankünden?

Lucius. »

(Stromweit, und mit harter Stimme:) daß du,deine Entwürfe, alle deine Freunde verlohren, zuGrunde gerichtet, ohne Rettung gestürzt sind;.lind daß dein Umsturz vielleicht auch mich verschlingt.

Hordrich.

kege die tobende Ungestümme; höre mich gelassenan; heicre dich auf.

Lucius.

Ha! soll ich lächeln, wenn der Donnerkracht, und mich zerschmettern will? soll mich viel-leicht der sanfte Gedanken entzücken, daß dein feigerAnmuth mich nach sich ins Verderben reißt? war«s dein Sohn, ein blöder, zärtlicher Schwächling,

Den du mit der niederdrückenden Last des fürchterlich-sien Geheimnißes beladen mußtest? war es Julius,der Sclav der bürgerlichen Freyheit, der einzige, dertödtlicheFeind unsrer Anschläge, den du bey Aventicumschonen, den du statt der Todtengrube in leichte Ket-ten liefern mußtest? konnte das schauerliche Dunkel, .die gräßlich hervorbrechende Flamme, die es ver-drängte, das lärmende Gewinsel, das Geklitter derWaffen, konnte eine schreckenvolle, zu Mord,und Blut geschaffene Nacht hirnlose Rührung in direrwecken? waren dieses die rauchenden Opfer, die dudeiner Größe, und dem Heil deiner Freunde schuldigwarst?

Hord,