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Die Helvetier zu Cesars Zeiten : ein Staats-Trauerspiel in fünf Aufzügen / [Karl Müller-Friedberg]
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119
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Hordrich.

Willst du mich tödten? sind es blutende Vor-würfe , mit denen du den äusserst elenden ganz ze»quetschen willst? und wer hat mich zum äusserstelenden gemacht? du und deine böse Rathschläge.

Lucius.

( Sich verächtlich von ihm wendend r) Undank zurFeigheit! Thörichter! konnte ich von einem Zagehaften bessers erwarten?

Hordrich.

Stille den emporwallenden Zorn! Noch istRettung. Julius!

Lucius.

Rettung? Julius? ja, der war's, der dirden letzten Streich versetzte. Klüger, als du schonte«r nicht; seine List tödtet dich. An die zehentausendFreunde hörst du die Menge? hatte ich berwaffnet, die sich eines muthlvsen Unwürdigen erbar-men, und ihn aus dem Schlunde des Todes reißenwollten. Julius verfälschte Bestürzung war inseinen Zügen lauft auf sie zu; schwatzt ihnen vonPflicht, von Vaterland, von Thränen, vonFlehcn,und gewisser Erbärmniß vor; erweicht die unmänn-lichen. da schreyen sie weibisch mit gesenktenHaüptern zum toll rasenden Volk; sie ringen sich dieHände vor den Vorstehern, vor den Druiden, dieüber deinen Fall frohlocken; aber nur ergrimmter,nur ungehaltener ist der Pöbel; seine Wuth wünschtdir tausend Leben um dir tausend entreißen zu können.Bald werden ss» auf eine» Scheiterhaufen gebunden