6^2 DAS SIBENDE BÜCH. Cap. II. B.
den understünd Herr Hans Arnold Sägesser, ir friind, güetigklich ufzüheben, vermochtsaber nit').
1447. Heinricb Barter * 2 ) nutzet die vogtei zu Schleitheim, so im von Wilhelmen1321 am Stad versetzt was 8 ). Sin frow was | Anna Merkin 4 ), deren vermachet er das huszum Engel 5 ) libdings wis. Er wonet zum roten Schilt 0 ). Anno 1462 was er ein 5rechtgebner vogt Bären von Liechtenstein. Anno 1470 erlangt er mit recht alhiezu Schaffhusen die herrschaft Herblingen von Hans Heinrich Drucksässen vonDiessenhofen zu Herblingen, die hernach Hans Barter, Heinrichen bruder, AdamCronen zu koufen geben hat 7 ). Um obgemelte zit vor und nach was diser HeinrichBarter burgermeister alhie 8 ). I0
*) Urk. wo ? — 2 ) nämlich der Bürgermeister. — 3 ) vgl. bei: Stad. — 4 ) Anna Märgkin warseine zweite Frau (H. Ausz. II, 159). — 5 ) Bürgermeister Barter besaß schon 1458 das «große Haus»,wie auch das Haus zfi dem Traben am Rindermarkt. Im Jahr 1459 erwarb er das Haus zum Engeldurch Tausch mit Peter Best, dem er gegen das letztere von Rudolf Engel erkaufte Haus das Hauszum Trauben abtrat. S. Hausbriefe zum Engel und Harder, Ausz. VIII, 155. Er besaß ferner einHaus am Schützengraben (Urk. v. 1446 b. Harder, Ausz. XII, 3). — 6 ) Den «rothen Schild» hatteer von seinem Vater ererbt. — Im Jahr 1442 hat er mit seinem Nachbar Heinrich Slöter an derBrudergasse einen .Markstreit wegen des hinteren Thors, wobei er sich auf den Kaufbrief seines Vatersvon 1405 beruft. Anno 1466 klagt er wegen des Schadens, welcher ihm an seinem Keller und Hauszum rothen Schild durch die profet hinder Hansen Murbachs und Peter Zieglers hiisern erwachse. Haus-briefe z. Schild. Harder, Ausz. V, 107fr. — 7 ) Unrichtig. Vgl. bei Herblingen S. 423 und unten bei:Diessenhofen. Der Bürgermeister Heinrich lebte im Jahr 1470 nicht mehr. — 8 ) Wir stellen die son-stigen Daten aus Heinrichs Leben, der — beiläufig gesagt — in seinem Sigel stets nur eine Barteführt im Unterschied von seinem Bruder Nikolaus und allen späteren Familiengliedern, welche deren
2 führen (s. Tafel V Beil.), zusammen. Im Jahr 1431 amtet er gemeinsam mit Adam Cron als Vor-
mund (Harder, Ausz. XIII, 172), oft als Frauenbeistand, z. B. 1436 (St. Arch. 134), 1437 (Ct. Arch.AVK St.Agil. B 21), 1438 (h.-a. V.); 1448 ist er Vogt Margretlins Zinibermenniu, Maister Hansen
Zimbernuin sei. wil. Techan (des Capitels Stein) und hitpriester uf unser pfarrkilchen zu St. Johans liinds
und siner iunkfröwen Ursulen Lengerin von Ralolfzell des kinds mäter; s. auch das Testament Zimmer-
manns, das Unheil von 1447 und and. Acten im Ct. Arch. AA 94, 2; Kirchhofer, NG. XX, 12). Im
Jahr 1434 kauft er gemeinsam mit dem Gemahl seiner Schwester Elisabeth, Conrad Ziegler, denWeiher im Urwerf von Junker Hans Ulrich von Tettingen, Ct. Arch. AA 46, 3. Vgl. auch den Ur-theilbrief v 1345 b. Harder, Ausz. V, ;6. Im Jahr 1436 erscheint er zum ersten Mal als Mitglieddes raules (St. Arch. 134). 1437 bürgt er für die Stadt (h.-a. V.), vertritt die Stadt gemeinsam mitGötz von Hünenberg vor dem Gericht zu Kaiserstuhl (Harder, Ausz. IX, 13S und Kirchhofer, NG.XIV, 4. A. 1438 ist er zum ersten Mal Mitglied der «Fünf» (s. bei: Cron), — ein permanentes Schieds-
gericht, welches die Anstände zwischen dem Abt und der Stadt zu entscheiden hatte; und so noch1461 (Kl. Arch. XXI A 9), 1464 (ib. H. 8). Anno 1440 ist er mit Conrad Schwager alt BürgermeisterVertreter der Stadt in einer Streitsache gegen Conrad Winter, Kirchherr zu Kempten (Ct. Arch. AA18; Kirchhofer, NG. XIV, 5. Vgl. «Schwager»). In dem Hausbrief zum Schild von 1442 wirder underburgermaistcr genannt. Im Jahr 1443 schreibt die Gräfin Ursula von Sulz an den vesteu HansenFribolt burgermeister und den ersamen wisen Hainrich Barter all burgermeister 3;. Schaffh. (Ct. Arch.AA 71, i)„ Von da an trägt er die Würde eines Bürgermeisters abwechselnd mit Andern (1444 bgm.,1445 ubgm., 1446 bgm., 1453 bgm., 1458, 1459 und 1462 altbgm., 1463 bgm., 1464 allbgm., 1466 bgm.)bis zum Jahre 1466, in welchem Jahre er zum letzten Mal urkundlich erwähnt wird. Als Pfleger desBarfüsserklosters erscheint er in Urkunden von 1443, 1446, 1448 (St. Arch. 491, 357), als Spital-pfleger 1452 (St. Arch. 687). Oft waltet er als Schiedsrichter, so 1443 in den Streitigkeiten desKlosters Rheinau mit den Grafen Rudolf und Allwig von Sulz. — Im Jahr 1445 ist er als Unterbürger-meister mit Bürgerm. Hans Fridbolt und Stadtschreiber Antoni Ötlerlin Schiedsrichter wegen einesTodtschlags zu Merishausen. St. Arch. 268. — Im Jahr 1443 finden wir ihn mit Conrad Schwager aufdem Tag zu Baden (im alten Zürichkrieg). Kirchhofer, NG. XV, 7. 4. — Im Jahr 1450 ist er mit PeterNünangster Abgeordneter der Stadt zu dem Tag in München, auf welchem die Streitigkeiten zwischenden schwäbischen Städten u. Herzog Albrecht geschlichtet werden sollten (s. Kirchhofer, NG. XVI, 5).Er schreibt von dort: von des büchsenschutges (ib. XV, 3) und ouch von des schloß Loufeti wegen (ib. XV, 15 f.)rathen die Verbündeten, dem Herzog Recht anzubieten auf die Städte Ueberlingen, Lindau oder Zürich;aber von der anderen gwayn Sachen wegen, Balm und Rinow (ib. XV, 6ff.) berüerende, daß ihr darumbgelimpfig antwurt gebend, die Sachen syen gemain stett, ah ir hoffent, berüerende, in dero namen irsolichs getün und gehandelt etc. (Harder, Ausz. V, 129). — Im Jahr 1455 ist Burgerm. Barter mit Nün-angster, Hans Schmid und Stadtschreiber Etterlin zweimal Vertreter der Stadt vor dem Rath zu Ueber-lingen in dem Handel mit den vier Schaffhauser Edeln, welche das Bürgerrecht aufgeben wollten(C* Arch. AA 11, 3). Das Nähere s. bei: Brümsi; Kirchhofer, NG. XVII, iff. Er und Hans amStad siegeln im Namen Schaffhausens den Friedensvertrag der Eidgenossen mit Oesterreich im Jahr