Und Indien.
Flüsse Indus und Ganges beschlossen iss: wel-ches alles auch aufdas Land des Grossen Mo-golskan gezogen werden/ weil derselbefast allePlatze / so in diesem Umfang begriffen / »mBesitz hat. Also daß unnothig ist / deswe-gen einen neuen Bericht mitzutheilen'. Antzo
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will ich nur dieses vorstellen / wasdesMogolsStaat und Reich insgemein und auch mson-derheit betrifft/ hernach will ich auch die Land-schafften/so unter dieses Reich gehörig/ gleich-falls zu beschreiben mich befleissigen»
Das Reich des Grossen Mogols/
oder Jndostan genannt.
Drusch.
3arrlk.
)As Königreich des Grossen^ Mogols oder Moqors / welches! wegen seiner Grösse und Macht)der darunter gehörigen Königen
__/den Namen eines Kaistrlhums
fuhrst und verdienet liegt Welt-werts mitdem Strom Indus/ und Ost- wercs mit demGanges beschlossen; grenzet Sud Werts zumTheil an den Ocean- zumTheil an das König-reich Kunkan oder Visiapour / in Norden anUsbek/ dasGebürgTibeth di'Königreiche Sri-nagar/Kaparangue unbRadok/undendlich inOsten an das Königreich Nekbal.
Eduart T:rri stellet zu Grenzen in Ostendas Königreich Maug oder Mavy/ in WestenPersien/ in Suden den Ocean / das König-reich Dekan / und den BengalifchenGolf oderMeerschoß/ in Norden das Gebükq Kaukasusund Tartarie. Texeira stellet bloß an die eineSeite den FlußJndus/ nnd an die andere denGanges/zu Grenzen.
Nach des Peruschi Vericht/ist das Kö-nigreich des Mogols eigentlich das feste Land /welches zwischen Indus und Ganges gelegen/eben als wie das Heilige Land zwischen dem Ti-gerfluß und Eufrat.
Andere/ als Bulaye le Gouze/ und Davi-ts/geben diesem Königreich zuGrenzen inNor-den das Land des großen Chamsvon Tarta-rien und Samarkan / in Suden das König-reich Visiapour/ den Meerschoß Bengala/ diegrosse Indianische See/ Diu und Damaon/zwey denen Portugiesen zugehörige Lander / inOsten die Königreiche Pegu/ Edrabat / undThebet; in WestenAgemistan/oder das Kai-serthum des Schachs oder Königes inPersien.Es können aber diesemReich keine ganz gewis-se Grenzen zugeeignet werden / weil fast ohneUnterlaß die alten Landschafften verlohren /und dagegen wieder neue erlanget und über-kommen werden.
Anno Chnsti i f82. breitete sich dasLanddes grossen Mogols von der Nord-Seite bisan den Jmaus aus/so heute gemeiniglich Ku-mar genennet wirb/und dieMogollervon denTattern scheidet/ worauf das Land der Bok-tans folget; in Suden grenzte es an Kalekut/den Meerschoß Bengala / und die IndianischeSee/ bey Kambaja; m Osten an die äusser-sten Bengalischen Grenzen; in Weite,; an denSrcom Indus/und die Persischen Grenzen.Dieses i:rriecha,b diesen Grenzen begriffenesLand des M-os.c-'.s. ssm Skkö'.n Indus bis audenGanges »u rzchr-eki/ne.nnel/^ d:e Alten das
innere Indien/oderIndimMechalb desGawges/sonstIndostan oder Hindostan / das ist/das 'Land des Indus/ daunStan bedeutet einLand.
Der Vegrissdes ganzen Reichs erstrecktesich auf 900. Französische YMlen: die Lange ^von Osten nach Westen 600. und die BreiteDon Norden nach Suden / 422. Meilen Wie -TMstves andere rechnen / so ist dieses Reich von O-sten naei) Westen zum wenigsten rooo. Koslang/ da dann r.Kos eim Holländische Meileauskragen.
Nach desEduard Tett'y Bericht / wäreAnno > 6 i s. dieses Reich von Nordweiten bisnach Sudwesten über 2200. Englische Meilenund von Norden nach Suden bey i 4ooMei-len lang/ und befände sich das äusserste Sud-Eck aufdem Loten/das äusserste Nord-Eck a-ber aufdem4ztenGradNorder-Breite. DieBreite erstreckte sich dazumahl/von Nord-O-sten biß Sud-Westen/ auf isoo. EnglischeMeilen.
Bey Purchas / nach des EngellandersHaukins Bericht / wird das Reich des Gros-sen Mogols in s Königreiche abgetheilet/daserste wird genennet Pengab (Davity Haltesvor dasjenige Land / so bey dem Fluß Hindliegt/ und sonst Pangab ge-.enni wird/welchesWort fünf Wasser bedeutet) dessen Hmbt-stadt Lahor heisset; das andere wird genen-net Bengala / hat zur Haubtstadt Sonorg-ham; das dritte Malua samt derHaubtstadkVagain; das vierte Dekan mir der Haubt-stadr Brampor; das fünfte Kambaja / mitder Haubtstadt Amadauar. Boterus be-richtet/ der Grosse Mogol beherrsche 47. Kö-nigreiche.
Wie Eduard Terry vorgiebt/ so wärestAnno 16, s. dem Grossen Mogol weit-läuffige Landschafften / vor Mers Königreichegenannt / Unterworffen/ derm Namen / wie ersie aus den Staats-Büchern des GröstenMo»gols selbst gezogen / also heissen: KandabarkKabul/ Mulran/ Haiakan sonst Batochy ge-nannt/ Buckar/ Tatta/ Sotet / IesselmeMllitrack Peniab Ckisineere/Banchisth/ Ienga-pore Dely/ Bando/ Malway Chitor/Guzg-rat/ Chandis/ Berar/ Narvat/ Gwaliat / A-gra / Sonbat/ Bakar / Nagrakat / Siba?KakgreS/ Gor/Pitan/ Kanduana/ Patna/Jesuat / Mekat / Udeffa und Bengala.
Eine Lattdschafft wird von Wen Soubach ge-nennet.
Die Südliche Seite vom Lande desMs-
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