und des Kaiserreichs.
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wenn die französische Hauptarmee nach der Hauptstadt Oesterreichs vor-angerückt wäre, sich auf ihre Rückzugslinie werfen und sie zwischen derDonau und den Alpen einschließen, traf er alle Anstalten, ihnen dieszu wehren. Im Rücken gesichert'), zog Napoleon dann unbedenklichgegen Wien, welches der Erzherzog Maximilian zu vertheidigen über-nommen hatte. Die innere Stadt möchte sich, freilich zu ihrem unend-lichen Schaden, einige Tage gehalten haben, aber Napoleon warf inder Nacht vom 13. zum 14., wahrend die Aufmerksamkeit der Verthei-diger durch ein Bombardement abgelenkt wurde, Truppen nach dem Prater")hinüber, wo sie sich verschanzten, und wo auch zugleich eine Brückeüber den schmalen Donauarm zu bauen begonnen wurde. Ein Angriffder Oesterreichs auf die Schanzen scheiterte, und jetzt sah ErzherzogMaximilian sich in der Nothwendigkeit, die Hauptstadt aufzugeben.Die Truppen marschirten nach dem linken Donauufer ab, und verei-nigten sich zu Stammersdorf mit dem von Krems kommenden Corps desGenerals Hiller, welcher die Donau bewachte. Daß die Brücken zer-stört wurden, bedarf kaum der Erwähnung.
Napoleon nahm sein Hauptquartier nicht in Wien, sondern wieim Jahre 1805 in dem kaiserlichen Lustschlosse Schönbrunn. Der Erz-herzog Karl hatte die Idee, im Rücken der großen französischen Armeezu operiren, noch nicht aufgegeben, aber die Angriffe, welche GeneralKollowrath am 13. und 15. Mai unternehmen ließ, um sich derBrücke von Linz zu bemächtigen, scheiterten vollkommen. So mußtedenn auf dem Marchfelde der große Kampf ausgefochten werden, undNapoleon bereitete Alles zum Donauübergange bei Wien vor.
Ein Versuch, welchen der Marschall Lannes machte, oberhalb derTaborbrücke die Donau') zu überschreiten, mißlang auf eine die Fran-
1) Bandamme, der sein Hauptquartier in der herrlichen Abtei Molk, die ver-schanzt wurde, nahm, bewachte die Punkte, auf welchen der Erzherzog über dieDonau gehen konnte, und zu seiner Unterstützung waren die Corps der MarschälleDavoust und Bernadotte längs der Donau aufgestellt-
2) Der Prater, die Lcopoldstadt, der Augartcn und die Brigitten«» bilden einegroße Insel, deren Besitz über den der Hauptstadt entscheidet.
3) Die Donau fließt in mehreren durch weitläufige Auen getrennten Arme» an