und des Kaiserreichs.
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und Leon standen. Die brittisch-portugiesische Armee war 76,000 Mannstark, und die spanischen Streitkräfte zahlten 75,000 Mann, von denengegen 40,000 Mann bestimmt waren, zu Wellington zu stoßen, sodaß dessen Heer dadurch auf etwa 115,000 Mann stieg. Major-Ge-neral des Königs Joseph war, als der Feldzug Ende Mai begann,der Marschall Jourdan, denn Soult war von Napoleon nachDresden berufen worden.
Wellington hatte um die Mitte des Mai eine Bewegung be-gonnen, welche den Zweck hatte, die Linie des Duero zu umgehen undder französischen Armee ihre Verbindungslinie mit Frankreich abzuschnei-den. Durch diese Gefahr wurde König Joseph bewogen, Madridabermals zu räumen, auch Valladolid preiszugeben und seine Armee beiBurgos zu sammeln. Aber Wellington machte neuerdings eine dro-hende Flankenbewegung, und so verließ Joseph auch Burgos undconcentrirte seine Truppen am Ebro, wo er sich mit dem General Clau-zel, der die sogenannte französische Nordarmee befehligte, vereinigenwollte. Allein da Mina den General an der Seite von Logronno herfesthielt, konnte die gewünschte Vereinigung nicht zur rechten Zeit er-folgen und Joseph verlegte sein Hauptquartier rückwärts nach Vit-toria. Hier kam es am 21. Juni zur Schlacht; die Stellung derfranzösischen Armee war abscheulich, denn sie stand parallel zu ihrerRückzugsstraße nach Bayonne, und so erfocht denn auch Wellingtoneinen glänzenden Sieg. Die Reste der französischen Armee zogen sichseitwärts auf Pampelona, wo sie noch mehr als 30,000 Mann Infan-terie zählte, und von da auf französischen Grund und Boden zurück.
Die Nachricht von der Schlacht von Vittoria war für Napoleonnicht nur darum von so großem Nachtheil, weil sie den Muth seinerFeinde steigerte und die Friedensunterhandlungcn erschwerte, sondernauch darum, weil er durch das Unglück in Spanien genöthigt wurde,seinen besten Taktiker, Soult, wieder aus Deutschland dahin zuschicken. Der Vicekönig Eugen war nach Italien geschickt worden,um da in dem wahrscheinlich ausbrcchenden Kriege mit Oesterreich denOberbefehl zu führen, und Davoust hatte das Commando in Ham-burg. So hatte Napoleon für die wichtigen Posten der Oberbefehls-