und des Kaiserreichs.
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Um Mitternacht begann die französische Armee ihre Bewegungen,um die Stellungen einzunehmen, in denen am Tage des 18. Octoberdie entscheidende Schlacht angenommen werden sollte. Um zwei Uhrdes Morgens stieg Napoleon') in seinen Wagen und fuhr zuerst zumMarschall Ney, der sein Hauptquartier in Reudnitz hatte, dann nachLindcnau zu dem General Bertrand. Damit die Armee für den Falldes Verlustes der Schlacht einen gesicherten Uebergang über die Saalebesitze, befahl der Kaiser, daß Bertrand mit seinem Corps nach Wei-ßenfels marschire, und ließ dasselbe zu Lindenau durch zwei Divisionenjunger Garde unter dem Marschall Mortier ablösen. Um acht Uhrwar Napoleon in Stötteritz und saß eben beim Frühstücke, als dervon allen Seiten schallende Kanonendonner das Beginnen der Völker-schlacht verkündete. Darauf begab sich der Kaiser auf eine Höhe linksvom Thonberge, die jetzt durch einen steinernen Würfel bezeichnet ist,und leitete von diesem Punkte, der allenthalben hin freie Umschau ge-wahrte, den Kampf.
Die nördliche Vorstadt von Leipzig wurde durch die InfanteriedivisionDombrowsky und das Cavalleriecorps Arrighi geschützt, von welchen jenebei dem Vorwerke Pfaffendorf, dieses bei der Scharfrichterei auf dem rechtenUfer der Parthe stand. Die französische Armee selbst nahm einen gro-ßen Halbkreis vom linken Ufer der Parthe bis zum rechten der Pleißeein, und zwar ging die eigentliche Stellung von Schönfeld an derParthe über Paunsdorf, Stötteritz, Propstheioa nach Connewitz an derPleiße. Das war die Desinitivstellung; am Morgen des 18. aber wa-ren vorwärts dieses großen Halbkreises noch Lautsch, die Theklakirche,Zweinaundorf, Baalsdorf, Kleinpösna, die Meusdorfer Schäferei und
konnte. Der Kaiser schien also Sonntags den 17. October bloß deswegen auf jenemPunkte fest zu beharren, damit es nicht das Ansehen haben sollte, als ob er ge-schlagen worden sei. Nur eine Tage lange Behauptung des Schlachtfeldes konntedann in den Augen seiner Nation und seiner Armee einen Rückzug rechtfertigen, demer irgend eine Ursache untergelegt haben würde." — Das ist eitles Gerede, nachsolchen Gründen handelt ein großer Mann nicht, wenn das Schicksal der Welt aufder Wage liegt.
>) Er hatte den >7. in Zelten nahe bei Wachau zugebracht.