sie es wechselsweisc in ihre Arme: Wie viclmal fühltedie trostlose Mutter, indem sie aufs neue in seineArme sich warf, aufs neue die Schmerzen derTrennung! Aber der Vater weinte nicht, als er dieTochter umarmte: Sprachlos drükte er sie düsternnnd bebend an sich; durchdringende Seufzer erhobenseine Drust. Ach! er schien das schrckliche Loos derttnglüklichcn zu ahnden. O wenn erS gewußt hättesie würde das Morgenroth nie wieder sehen! wennerS gewußt hätte, dieser Tag sey der lezte ihrerTage. — Endlich verreisten sie, begleitet von denzärtlichen Segnungen ihres ganzen Hauses — vonWünschen, welche verdient hätten erhört zu werden.Glükliche Familie , die in der reinsten Verbindung,im Schosse der Freundschaft ihre ruhigen Lage ver-lebte, und in welcher nur ein Her; zu schlagen schien.O Unschuld der Sitten, Sanftheit der Seele, alteEinfalt, wie liebenswürdig seyd ihr. Wie konntedie Rohheit des Lasters Plaz unter euch finden? WiewarS möglich, daß die Wuth der ttnmcnschlichkcitsich nicht scheute eure Freuden zu zerstören.
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Buch
Der Levit von Ephraim / aus dem französischen des J. J. Rousseau ; von Johannes Büel
Seite
15
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