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Heidis Lehr- und Wanderjahre : eine Geschichte für Kinder und auch für solche, die Kinder lieb haben / von Johanna Spyri ; mit 34 Bildern von Rudolf Münger, Bern
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189
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Vierzehntes Kapitel.

Am Sonntag, wenn's läutet.

Heidi stand unter den wogenden Tannen und wartete auf denGroßvater, der mitgehen und den Koffer vom Dörfli heraufholenwollte, während es bei der Großmutter wäre. Das Kind konnte esfast nicht erwarten, die Großmutter wiederzusehen und zu hören,wie ihr die Brötchen geschmeckt hatten, und doch wurde ihm wiederdie Zeit nicht lang, denn es konnte ja nicht genug die heimatlichenTöne von dem Tannenrauschen über ihm anhören und das Duftenund Leuchten der grünen Weiden und der goldenen Blumen daraufeintrinken.

Jetzt trat der Großvater aus der Hütte, schaute noch einmal ringsum sich und sagte dann mit zufriedenem Ton:So, nun könnenwir gehen."

Es war Sonnabend heut, und an dem Tage machte der Alm-Lhi alles sauber und in Ordnung in der Hütte, im Stall undringsherum, das war seine Gewohnheit, und heut hatte er denMorgen dazu genommen, um gleich nachmittags mit Heidi aus-ziehen zu können, und so sah nun alles ringsherum gut und zuseiner Zufriedenheit aus. Bei der Eeißenpeter-Hütte trennten siesich, und Heidi sprang hinein. Schon hatte die Großmutter seinenSchritt gehört und rief ihm liebevoll entgegen:Kommst du, Kind?Kommst du wieder?"

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