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Festgabe auf die Eröffnung des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich am 25. Juni 1898 / H. Angst, H. Pestalozzi, J. Heierli, R. Ulrich, J. Zemp, J.R. Rahn, H. Zeller-Werdmüller
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H. Angst Gründungs-Geschichte.

nicht viel Besseres mehr als eine mit Bundesgeldern angelegte «Grümpelkammer»herauskommen können, war viel verbreitet und schwer zu widerlegen. In ihrem Eiferhatten die Beförderer der Gründung eines Landesmuseums selbst den Gegnern dieseWaffe in die Hand gegeben. «Wenn Ihr uns beständig vorjammert, die Schweiz seigänzlich ausgeplündert und von alten Kunstwerken entblösst, womit wollt Ihr dennein Landesmuseum füllen?» Solchen Einwendungen gegenüber, die von vielen inguter Treu und Glauben gemacht, von andern als wirksames Kampfmittel gernebenutzt wurden, hatten die Freunde der Idee schweren Stand. Sie konnten lange be-haupten, es sei in der Schweiz selbst in privatem und öffentlichem Besitze noch weit mehrvorhanden, als man glaube, und es könne mit Geld und Geschick manches dem Landefrüher entfremdete Kunstwerk vom Auslande wieder zurückgekauft werden. Sogar inZürich selbst mit seinen wertvollen Sammlungen, die damals allerdings noch zerstreutund nicht immer leicht zugänglich waren, die vereinigt aber einen soliden Grundstockfür ein Landesmuseum bilden konnten, herrschte in dieser Beziehung ein schwer zubesiegender Skeptizismus. Dann begegnete man häufig der grundfalschen Ansicht,die kantonalen Museen sollen ihrer Hauptstücke zu Gunsten des eidgenössischen Museumsberaubt werden. Nachdem dieser Irrtum mit unendlicher Mühe auf offiziellem und nicht-offiziellem Wege aufgeklärt worden, blieb immer noch die Furcht, welche man gewisshegen konnte, dass durch eine rücksichtslose Konkurrenz seitens der zukünftigenMuseumsbehörden den kantonalen Sammlungen die Existenz und Weiterentwicklungerschwert, wo nicht verunmöglicht werde. Dass die wenigsten sich eine klare Vor-stellung von einem Landesmuseum machen konnten, das war begreiflich, allein der Ver-wirklichung des Projektes natürlich ebenfalls nicht günstig. Aus allem dem geht hervor,mit welchen Schwierigkeiten die Gründung einer rein idealen Zwecken gewidmeten An-stalt in unserem Gemeinwesen zu kämpfen hat, wo nicht einzelne privilegirte Kreiseentscheiden, sondern das Volk selbst das letzte Wort zu sprechen gewöhnt ist. Vondiesem Standpunkte aus betrachtet, verdient der lange Streit um das Landesmuseumdie Aufmerksamkeit jedes Politikers, auch des Ausländers, welcher der Entwicklungdemokratischer Institutionen sein Interesse entgegen bringt.

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Mit dem Jahre 1889 trat die Frage der Errichtung eines Landesmuseums in dasentscheidende Stadium der Beratung durch die Bundesverammlung. In der Zwischenzeitwaren weder die Gegner noch die Freunde des Landesmuseums müssig geblieben. Zahl-reiche Artikel für und wider die projektirte Bundesanstalt füllten die Spalten derschweizerischen Presse, und private sowohl als offiziöse Broschüren wurden aus beidenLagern in das Publikum geworfen. Auch hinter den Kulissen dürfte sich in dieser Zeitmancherlei abgespielt haben.

Zürich benützte Ende Juni den Anlass des 400-jährigen Gedenktages von HansWaldmanns Tode, um engern und weitern Kreisen zu zeigen, in welcher Weise mandie vom Bunde erworbenen alten Zimmereinrichtungen in dem zukünftigen Landesmuseum