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Die
Chronologie
in der
Urgeschichte der Schweiz.
/Als im Jahre 1577 beim Dorfe Reiden im Kanton Luzern Knochen eines Mammutj —\ gefunden wurden, erklärte man sie als Reste vorweltlicher menschlicher Riesen.
Die 1732 entdeckte Versteinerung eines Riesensalamander-Schädels in den Stein-brüchen von Oeningen am untern Bodensee hielt J. J. Scheuchzer für einen Rest desMenschen der Sintflut. Heute noch mag es Vorkommen, dass prähistorische Steinbeile als«Donnerkeile» betrachtet werden. Erst in unserm Jahrhundert ist man soweit gelangt,mit Sicherheit sowohl die Reste des Menschen selbst, als die Produkte seiner Hand, wiesie in archäologischen Funden zu Tage treten, bestimmen zu können.
«Wie alt ist der Fund?» So fragt uns jeder, der einen der Erde enthobenenGegenstand zur Untersuchung vorlegt. Diese Frage ist oft sehr schwierig zu beantworten.In den urgeschichtlichen Zeiten werden sich noch viel mehr als heute gewisse Objektedurch lange Zeiträume hindurch vollkommen gleich geblieben sein. Ein so rascherWechsel in Form, Technik, Material, Ornamentik etc., wie ihn die Gegenwart bietet,wäre damals überhaupt nicht denkbar gewesen. Und dann die Hauptsache: In der