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Festgabe auf die Eröffnung des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich am 25. Juni 1898 / H. Angst, H. Pestalozzi, J. Heierli, R. Ulrich, J. Zemp, J.R. Rahn, H. Zeller-Werdmüller
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H. Pestalozzi Der Bau.

späterer Ausbau, resp. eine Vergrösserung des Gebäudes, sofern sich im Laufe derZeit das Bedürfnis nach Erweiterung der Sammlungen geltend machen sollte, ohneStörung des Gesamtbildes vorgenommen werden könne.

Bauplatz.

Diese Anforderungen mussten schon bei der Wahl des Bauplatzes berücksichtigtwerden. Die im Zentrum der Stadt liegenden Plätze, welche für den Bau des Museumsin Betracht fielen, der sogenannte Amthausplatz neben der Predigerkirche und derGarten der Landoltschen Liegenschaft zum «Lindental» an der Rämistrasse erwiesensich bei näherer Prüfung als räumlich unzureichend, und von einer Lage am Seequaimusste schon deswegen abgesehen werden, weil ein genügend grosses Areal für dieUmgebung des Museums und die spätere Vergrösserung desselben nicht zur Verfügungstand. Dagegen hatte sich der südliche Teil der Platzpromenade, in unmittelbarer Nähedes Bahnhofes, bei Anlass der schweizerischen Landesausstellung von 1883 als vorzüg-lich geeignet erwiesen zur Aufnahme eines Ausstellungs- und Sammlungsgebäudes.Dieser Platz durfte als besonders günstig bezeichnet werden, weil er durch unmittelbareVerbindung mit der Platzpromenade nicht nur genügenden Raum für eine spätere Ver-grösserung, sondern auch eine äusserst stimmungsvolle Umgebung für das zu erstellendeMuseumsgebäude bot. Für die Anlagen selbst konnte durch einen Bau an dieser Stelleein wirksamer, architektonischer Hintergrund geschaffen werden.

Der Stadtrat von Zürich erteilte im Januar 1892 Herrn Architekt Gustav Gull denAuftrag, auf Grund des vorläufig festgestellten Programms ein Bauprojekt für Errichtungeines Gebäudes in der Platzpromenade auszuarbeiten, welches sowohl die Sammlungendes schweizerischen Landesmuseums, wie auch das städtische Gewerbemuseum nebstKunstgewerbeschule zu enthalten hatte. Herr Gull konnte sich dabei an die von ihmfrüher schon angefertigten Pläne anschliessen, welche als Grundlage für die Bewerbungder Stadt Zürich als Sitz des Landesmuseums gedient hatten. Die ursprüngliche Ideeist in der Hauptsache für die Ausführungspläne unverändert beibehalten worden.

Disposition und Äusseres.

Die allgemeine Disposition des Gebäudes ist so getroffen, dass statt einer strenggeschlossenen, in klassischen Formen sich aussprechenden Monumentalarchitektur eineGruppirung der Gebäudeteile gewählt wurde, die es ermöglicht, dass auch im Äusserndie verschiedene Zweckbestimmung des Baues zum klaren Ausdruck gelangt. DerZentralraum des Landesmuseums, die grosse Waffenhalle, ist der an Höhe dominirendeMittelpunkt der Anlage, an welchen sich die Flügelbauten in der Weise anschliessen,dass ein innerer Hofraum gebildet wird, der durch eine 30 m breite Öffnung mit der