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Festgabe auf die Eröffnung des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich am 25. Juni 1898 / H. Angst, H. Pestalozzi, J. Heierli, R. Ulrich, J. Zemp, J.R. Rahn, H. Zeller-Werdmüller
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J. Heierli Chronologie in der Urgeschichte der Schweiz.

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eine reiche, vom Süden beeinflusste Technik verfügt. Dieses Volk liebte den Schmuckaus Bronze; die Eisenwaffen traten zurück.

In der La Tene-Zeit tritt uns ein Kriegervolk entgegen. Die kalten Eisenwaffenwerden immer zahlreicher, die glänzenden Gürtelbleche, die gleissenden Tonnen-Arm-wülste, die bemalten und verzierten Tongefässe sind verschwunden. Von den Schmuck-sachen hat sich hauptsächlich die Fibula erhalten können und erscheint in grosser Zahl;die Schmucksachen und feinen Geräte aber, die der Hallstätter liebte, haben den Lanzenund Schwertern Platz gemacht.

In der jüngeren (Tischlers Mittel-) La Tene-Zeit der Schweiz finden sich, wieauch in der älteren Periode, Flachgräber, keine Grabhügel. In diesen Flachgräberntrifft man hie und da Gefässe, die auf der Drehscheibe hergestellt wurden. Interessantsind Ringe aus verschiedenfarbigem Glas, die ebenfalls den letzten zwei vorchristlichenJahrhunderten angehören. Nicht selten kommen Bronzeketten vor, und zur Seltenheiterscheinen Münzen, wie in den Gräbern von Steinhausen bei Zug (Sequanermünze ausPotin) und Horgen (Goldphilipper). Häufiger sind die Schwerter, Lanzen und Schild-buckel; sogar Sporne kommen vor.

Dieselben Objekte, die uns in den Gräberfunden für die Altersbestimmung mass-gebend sind, treffen wir auch in Ansiedlungen, Festungswerken, Schatzfunden etc. jenerEpoche. Die chronologischen Untersuchungen gestatten heute schon in vielen Fällen,selbst innerhalb der La Tene-Perioden wieder eine ältere von einer jüngeren Phase zuunterscheiden.

Resume.

In kurzen Zügen haben wir die einzelnen Abschnitte der Urgeschichte derSchweiz zu charakterisiren gesucht. Fassen wir nun die Resultate, die, wie schon ge-sagt, nur als vorläufige, also unter allem Vorbehalt, gegeben werden, zusammen, soergibt sich etwa folgendes chronologisches Schema:

I. Die Zeit des Diluvialmenschen (Paläolithische Zeit): 15 -20,000 Jahre vor unsererZeitrechnung. Steppenklima mit nordisch-alpiner Fauna. Postglaciärmensch.Fundorte (Beispiele): Thaingen, Schweizersbild bei Schaffhausen .

Hiatus.

II. Die neolithische Steinzeit. Heutiges Klima mit jetziger Fauna und Flora. DerMensch ist Viehzüchter und Ackerbauer.

a) Ältere neolithische Zeit. Spärliche Bevölkerung, hauptsächlich in Pfahl-bauten. Jagdtiere überwiegen die Haustiere an Zahl. Fundorte: z. B.Schaffis bei Neuveville , ältere Station.

b) Mittlere neolithische Zeit. Zahlreichere brachycephale Bevölkerung. Jagd-tiere nehmen ab. Fechnik der Geräte und Schmucksachen besser. Nefri-