A. Die Tracht. Frankr., Engl. , Nieder], Weibl. Kleidung (1340—1400). 81
Gleichzeitig fast mit* der Aufnahme der so gesteifteren Brustlätze,welche dann Isabelle von Baiern (seit 1385) auch an ihrem Hofeinfiihrte und dadurch noch gebräuchlicher machte, wurde die schon seit
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länger vereinzelt bestehende Unsitte der Eutblössung von Hals undSchultern nicht nur allgemeiner, vielmehr alsbald auch bis über jedesgebührliche Maass hin ausgedehnt. So bis zur Regierung Karl’s VIvon da an es denn keineswegs mehr zu den Seltenheiten gehörte dieKleider so tief ausgeschnitten zu tragen, dass man die Brüste sehenkonnte (Fig. 49 a), was natürlich wiederum den Sittenrichtern "nichtentging, indessen auch wieder, trotz deren Einreden, keine Verminderungerfuhr. Nichts half es selbst, dass auch der sonst so beliebte Robert deBlois dagegen auftrat und spöttisch den Weibern anempfahl Niemandals ihre Ehemänner in ihren Busen fassen zu lassen, da ja auch” um der-
"Weias, Kostümkunde. IH. ^ J