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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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129
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A. Tracht. Frankreich, England, Niederlande . Herrscher-Ornat. 129

französischen als auch der englischen Könige, nur mit dem Unter-schiede dass bei jenen, und zwar fast durchgängig, der Schultermantel(Fig. 82 a), bei den letzteren hingegen vorzugsweise, und zwar gleich seitdem Beginn dieses Zeitraums, der Kückenmantel in Anwendung kam{Fig. 82 b. c). Im Uebrigen aber bestand ihr Ornat insgesammt aus dengleichen Theilen , und zählten dazu nunmehr nach wie vor, ausser denauch sonst gemeinhin gebräuchlichen Unterkleidern, als eigentlich attri-

Fig. 82.

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butivc Gewiinder: eine untere und eine obere Tunika oder „Dalmatika“,ein dazu erforderlicher Hüftgürtel, Mantel, Schuhe und Handschuhe und,als vornehmste Insignien, Schwert, Krone, Scepter und Reichsapfel.Hiervon wurde das Schwert nicht immer vom Könige selber, über derDalmatika gegürtet, geführt, sondern häufiger während der Ceremonievon einem damit beauftragten höchsten Staatsbeamten getragen und vondiesem dem Könige erst beim Krönungsakt, vor dem Altäre, überreicht.Das Aehnliehe gilt von dem Reichsapfel, der übrigens in 'der Folge zu-

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