162 I. Das Kostüm vom Beginn des 14, bis zum Beginn des 16. Jahrli.
zwei Hälften bestanden, wurden vor allem hinsichtlich der Schliesse,welche diese Hälften verbanden, insbesondere durch Hackenverschluss u.a. m. vervollkommnet. Den Kniegelenk- und den Ellenbogen-Kapseln verlieh man theils eine zweckmässigere Form, theils, gegenEnde dieses Zeitraums, machte man sie durch noch fernere Gliederungzu Nebenschienchen noch fügsamer. Die zum Schutz der Achselhöhleund der Armbiege bestimmten Rundplättchen, deren man sich nochbisher wenn auch nur gelegentlich bediente, gab man fortan gänzlichauf, davon die letzteren, doch vorerst nur sie, gewisscrmassen durch
Fig. 87.
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eine zugleich mit der Ellenbogenkapsel aus dem Ganzen geschmiedeterunde oder muschelförmige Ausladung von nur mässigem Umfange er-setzend (Fig. 87 a. b. c). Die Handschuhe, einmal zweckmässig geglie-dert, behielt man in ihrer Gestaltung bei, höchstens dass man in derDurchbildung der die Finger bedeckenden kantigen Buckel noch wechselte.— Die Oberschenkel versah man allmälig unter entsprechender Besei-tigung der üblichen ledernen Beinlinge (Fig. 87 a) ebenfalls, obschonnur vom, von den Hüften bis zum Knie, mit einer breiten metallnenSchiene („cuissart “), die man nun auch der Kniegelenkkapsel fest unddoch schiebbar einfügte (Fig. 87 b. c). — Die Schuhe beliess man im