166 I- Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrb.
den Gelenkkapseln in noch weiterem gliederte. Den Schultern fügteman ebenfalls zweckmässiger gegliederte Achselstücke, welche dieAchselhöhle bedeckten, den Ellenbogen- und Knie-Kapseln je nachAussen nun eine noch breitere muschelförmige Ausladung hinzu (Fig. 88a. b). Den Unterschenkel versah man alsbald auch hinterwärts mit
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Fig. 88.
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metallner Schiene („jambiere “), welche die Wade umschloss, und dieSchiene des Oberschenkels, den man vornämlich des Reitens wegenrückenwärts ohne Schiene beliess, gegen den Ansatz des Unterleibs zumit einigen abgerundeten Schienchen. Dementsprechend wurden auch dieFüsslinge und die Handschuhe noch immer beweglicher beschafft,dabei man indessen die Schienenschuh, der Mode gemäss, noch unaus-gesetzt mit mehr oder minder langen Spitzen, und die Handschuhe, wieschon seither, mit hochstehenden Gelenkbuckeln und mit bald längerenbald kürzeren, gerundeten Stulpen ausstattete.
Daneben waren es vorzugsweise die Brust nebst Rücken undUnterleib, was man je eigens in zunehmend verstärktem Maasse zuschützen suchte. Den Brust- und Rücken schütz bildete man imAnschluss an die bestehende Form der wohl zum Theil schon ziemlichvollständig überblechten engen Jacke (S. 159) zu zwei gänzlich von