A. Traclit. Frankr., Engl. , Nieder], Bewaffnung (1450—1500). 169
an ihren beiden Enden und die Schiene für den Unte rann mindestensda, wo sie sieh der Armbiege anschloss, zu mehreren breiteren Schien-chen getheilt. Die Achselstücke vergrösserte man, so dass sie all-miilig, mit Einschluss der Schulter, je Brust und Rücken zur Hälftebedeckten, setzte sie (in dieser Form nun „pauldrons“ und „gard-coUets“genannt) ebenfalls aus Querschienen zusammen und bildete ihren oberenRand, zu mehrerer Sicherung des Halses, zu einer Art von hochstehendemKamm oder Kragen (,.passe garde“) aus (Fig.89). Die Ellenbogen-kapseln erhielten dcmühnlich einen zunehmend grösseren Umfang, dabeiman zugleich häufiger deren seitliche Ausladungen anstatt, wie seither,flach muschelförmig, nach einwärts gebogen, und die Rückseite spitzigergestaltete. Namentlich in der Yergrösserung dieser Kapseln, wie über-haupt in der spitzen und scharfkantigen Durchbildung sämmtlieher Riist-stiieke, artete man hauptsächlich in England etwa bis 1470 in so hohemGrade aus, dass schliesslich die Rüstung zu einer unförmlichen, ja selbstwohl gefährlichen Last wurde (Fig. 90 a)-, auch gab ; man, unfehlbar aus
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diesem Grunde, solche Gestaltung ziemlich bald, nach zehn bis zwölfJahren, wiederum auf. — Bei den Handschuhen wandte man sichabermals grösserer Einfachheit zu. Von den Fingern entfernte man all-mälig diejiohen Gelenkbuckeln (»gadlings «), versah sie indessen nunoberhalb, zu fügsamerer Deckung der Handwurzel, mit einer besonderen