Franzosen stets als ausgezeichnete Bogenschützen. Der englische Bogenhatte Mannslänge und bestand gemeiniglich aus einem sehr festen elasti-schen Holz (vergl. Fig. 93 c ). — Die Armbrust („ balista , arbaletre,arbaleste; crosse-bow “ u. a.) bewahrte im Wesentlichen ihre Form. Ganz■wie seither pflegte man sie, wenigstens für den Kriegsgebrauch, ja biszum Schluss des fünfzehnten Jahrhunderts im Ganzen ziemlich lang zuschäften und den Bügel entweder aus mehreren Lagen von Fisclibeinoder von Holz mit einem Ueberzug von Leder, oder aber, was jedocherst im fünfzehnten Jahrhundert üblicher ward, lediglich von Stahl zuverfertigen (Fig. 93 a. b). Ohne näher bestimmen zu können inwieweitman etwa die zum Spannen erforderliche Winde {„träne, eränequin,moulinet “) im Einzelnen weiter ausbildete, ist doch mindestens so vielgewiss, dass man bereits im vierzehnten Jahrhundert sowohl die alter-thümliche eigentliche Flaschenzugwinde („ eränequin avec cordage“oder „ä double manicelle, engl, a windlass“) in allen Theilen sehr be-deutend vervollkommnetc (vergl. Fig. 93 a. b), als auch, dass man da-neben schon früh noch anderweitige Formen von Winden, die mit dem„Krapen“ („ crochet de fer “) und die mit dem „Gaissfuss“ („pied debiche-, el croco; crows-fout-lever “) erfand. Diese, bestehend aus einemKammrade mit daran befindlicher Kurbel, das in eine Stange eingriff,welche die Sehne durch Hacken fasste, waren zumeist ganz von Metall,viel kleiner als jene Flaschenzugwinde, und bedurften beim Gebrauchegemeiniglich nur einer Hand. — Ueberhaupt aber liess man sich dieUebung gerade in dieser Waffe‘in Frankreich und in England besondersangelegen sein. Es bildeten sich hier und dort zahlreich Schützengesell-schaften, die allmälig zu sehr bedeutenden Korporationen heranwuchsen,welche dann auch ausser dem Vergnügen, 'das sie in dieser Bethätigungsuchten, im Kriege gewöhnlich zu einer eigenen geschlossenen Schaarzusammentraten. —
Dass die Handfeuergeschosse 1 die Armbrust nicht sofort ver-drängten lag eben darin dass diese Waffe, als jene erst erfunden wurden,aufs Zweckmässigste durchgebildet war. Ungeachtet man bereits seitdem Beginn des vierzehnten Jahrhunderts, wenn auch zuvörderst nurvereinzelt, begonnen hatte zumeist sehr grosse und schwerfällige Röhren-Pulvergeschosse oder „Kanonen“ zu verfertigen, erfuhren diese doch nuräusserst langsam einige Vervollkommnung, *so dasp, als man auf denGedanken kam sie für den Handgebrauch nachzuahmen, man auch auf