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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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226 I. Das Kostüm vom Beginn des 14. bis znm Beginn des 16. Jahrh.

einer auch wiederum weiteren Bekleidung (Fig. 101 a — c), fuhren siealler Scham zum Trotz fort Hals und Brust möglichst tief zu entblössen,die Schnürleibchen oder „Gefängnisse“ demgemäss zu verengern und denGürtel gegen die Brust hin thunlichst hoch hinauf zu rücken. Ungeachtetder Anwendung von immer kostbareren Stoffen wurden die Schleppenzunehmend verlängert, und allmälig auch die Mäntel zu förmlichenSchleppkleidern gestaltet, ja auch deren obere Oeffnung mehr und mehrgegen die Brust erweitert, zudem mit Ueberschlagkrägen versehen(Fig. 101 bj. Nicht minder blieben sie dabei in dem Gebrauch von

Fig. 101.

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Hängeermeln, von Zaddelwerk und Schellenbehang, wie auchvon spitzgeschnäbeiten Schuhen und, seit dem Aufkommen derUnterschuhe, auch in Benützung und Ausstattung dieser, es den Män-nern wo möglich zuvor zu thun; desgleichen in den Kopftrachten,dazu sie nun nächst den von ihnen fortdauernd unter beständiger Stei-gerung im Zierrath vorzüglich beliebten Haarnetzen und Säckchen gel e "gentlich selbst den Männerhut mit umgeschlagener Krempe wählten, ihndann gemeiniglich noch durch Färbung und sonstiges schmückendes Bei-werk bereichernd. Die Schleier machte man bei Verwendung vonimmer feinerem Schleiertuch zunehmend länger und massiger; auch pflegteman sie nun häufiger an dem Kopfputz ganz nach Art der „Sendelbindr