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In Italien , gegenüber den zahlreichen Resten des Alterthums und sounter ihrem stetigen Einfluss, hielt man an der klassischen, altrömischenUeberlieferung im Ganzen bei weitem am längsten fest. Obwohl auchgerade hier schon früh einmal durch die Besitznahme beider Sicilien durchKarl von Anjou , seit 1264, und sodann durch die Einmischung Karlsvon Valois in Toskana , etwa seit 1301, französischer Einfluss zur Herr-schaft gelangte und die Neigung zu äusserem Prunk weckte und beför-derte, betraf dies jedoch noch geraume Zeit nur die höchstbegütertenStände und auch bei diesen hinsichtlich der Tracht vorerst noch kaumderen Form oder Schnitt als vielmehr den Stoff und die Ausstattung.Die Zeiten allerdings waren vorüber, wo, wie noch im dreizehnten Jahr-hundert, sich selbst eine vornehme Toskanerin fast lediglich mit einemengen Kleide von scharlachnem Wollenstoff, einem nur ledernen Hüft-gürtel und einem höchstens mit Pelz ausgeschlagenen einfachen Rücken-mantel begnügte, ohne sonstigen ausnehmenden Schmuck, — eine der-artige Genügsamkeit war, wenigstens im Einzelnen, bereits gegen Endedes Jahrhunderts und zwar wesentlich mit in Folge der nun schon ra-scheren Vervollkommnung vorzugsweise der Kleiderstoffe, wie namentlichder Seidengewebe, der Sammete und anderer Gespinnste, zunehmendgrösserem Aufwande gewichen. So vor allem beim weiblichen Geschlecht,und bei diesem in einzelnen Gebieten, wie besonders in Toskana , all-mälig sogar bis zu dem Grade, dass sich die Behörde von Florenz schon um 1299 veranlasst fand mindestens „für die Erlaubniss aufdem Kopfe oder an Kleidern Edelsteine, wenn auch falsche, Zierrath vonGold oder Silber zu tragen“, eine jährliche Abgabe von fünfzig Lire fest-zustellen; eine Verordnung, die man indessen, da sie sich als zweckloserwies, nach sieben Jahren wiederum aufhob. Auch hatte schon langevor dieser Zeit die Geistlichkeit gegen den Gebrauch zu langer Schleppenmehrfach geeifert, und mit Bezug auf den wachsenden Prunk um das
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1 Nächst den oben (S. 54) genannten Werken von J. H. von Hefner-Alteneck, Ch. Louandre et Hangard Mangd, die Einzelnes Hierhergehö-rige enthalten, bes. J. Ferrario. Le costume ancienne et modernfe ou histoiredu gouvemement, de la inilice, de lä religion etc. Milan 1816. 27 (Europ. III),C. Bonnard. Costumes historiques des XIII—XV. siöcle. Dessin, et grav.par P. Mercury. Paris 1845 und Fabio Mutinelli. Del costume venezianöBino al seculo decemosettimo. Venezia 1831. Dazu die zahlreichen Nachbildungenaltitalienischer Gemälde bei C. Lasinio. Gemälde der altflorentinischen SchuleG. Rossini. Storia della pittura italiana, esposta coi monumenti (Kupfert. 2. VoLfob). Pisa 1839. D. Hüllmann. Städtewesen des Mittelalters. Bonn 1826 u. Ä. m!
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