276 I- Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrh.
hauptsächlich auf die Ermel und darauf, dass man ihn vorn entwederganz oder nur theilweis öffnete. In letzterem Falle pflegte man ihn baldnur vom Halse bis zur Hüfte, bald nur von der Hüfte abwärts aufzu-schlitzen, dann aber auch bald in allen Fällen, mit nur häufigerer Aus-nahme der zuletzt erwähnten Art, zum Verschliessen mit kleinen Knöpfenoder mit Nesteln zu versehen. Erst nach der Mitte des Jahrhundertsbegann man ihn gelegentlich auch, im Verein mit dem unteren Rock, zuverkürzen und zu verengen. Doch schritt man darin nur langsam vor,
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und blieb auch nahe bis gegen das Ende im Allgemeinen dabei stehen,die Verengung nur oberhalb, vom Halse bis zu den Hüften herab, unddie Verkürzung nicht weiter hinauf, als höchstens bis zum Knie vorzu-nehmen. Nicht aber verstand man sich dazu, weder schon jetzt noch innächster Folge, ihn etwa durchweg nur annähernd von solcher Gespannt-heit zu beschaffen, wie man in Frankreich und Deutschland beliebte, ob-schon man auch diese Röcke zumeist, namentlich oberwärts bis zur Taille?zum Knöpfen und Schnüren einrichtete. — Eine wesentliche Ausstattungder oberen Röcke überhaupt, vorwiegend jedoch der langen und weiten,bestand verhältnissmässig schon früh, und bei zunehmender Kostbarkeit,in Fütterung und Verbrämung mit Pelz werk; ausserdem bei den langenRöcken mitunter in weiten Seitentaschen. — Ungeachtet die kurzen Röckean sich schon der Taille knapp anschlossen, pflegte man dennoch geradesie nur selten ungegürtet zu tragen, und da man bei ihnen den unteren