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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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A. Tracht. Italien . Kleidung der Weiber 1300—1350).

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No, wie bei den vorn offenen Röcken, das untere Gewand zum^ orschein kam, wurde dies sowohl im Stoff als auch in der Ausstattung,m letzterer Hinsicht namentlich durch Besetzen des unteren Randes mitbreitem Bortenwerk u. dergl., dementsprechend reicher behandelt. Dasobere Gewand erfuhr selbstverständlich stets die reichste Behandlung.Man wählte dazu, je nach Vermögen, Wolle, Seide oder gar Sammet,farbig-, gemustert und ungemüstert, verzierte es durch Buntstickerei und,Wenn man es irgend ermöglichen konnte, unterwärts und "vorn an denErmelii mit schmäleren oder breiteren Randbesätzen von seltenem Pelzwerk.

Ger Gürtel, in Gestalt theils eines Bandes mit Stickwerk oder me=tallnen Beschlägen, theils eines metallnen Schartenwerks, zumeist ziemlichl an g, bildete nach wie vor einen Hauptgegenstand des Schmucks undwurde somit auch demgemäss immer kostbarer beliebt (s. unt.).

Als Umhang blieb, wie seither ausschliesslich, der Rückenmantel inGebrauch (Fig. 122 b). Auch trug man ihn noch fortdauernd entwederm it einer Brustspange geschlossen oder, und nunmehr häufiger, ohne Ver-schluss, durchgängig offen. Erst mit in Folge der weiteren Verbreitungeben dieser Art ihn zu tragen ward dann auch er im Einzelnen verän-dert, sofern man ihn mehrentheils oberhalb zu einem kragenförmigenmschlag (Fig. 122 b), und auch, gegensätzlich dazu, vorn vom Hals18 ZUr Mitte der Brust zum Zunesteln gestaltete. Die ihm eigene Fülleond Länge wurde allmälig noch gesteigert und so insbesondere die Länge,a mich wie beim oberen Rock, zu immer beträchtlicherer Schleppe er-weitert. Als Stoff dazu wählte man vorzugsweise, je nach dem Standeer Jahreszeit, derbere und feinere Wolle oder auch, statt der letzteren,1 e > gemeiniglich von leuchtender Färbung und, zu schmückender Aus-stattung, einen Besatz von Pelz oder Borten.

Neben den herkömmlichen, einfachen Kopfbedeckungen, bestehendzumeist in Schleiertüchern von verschiedener Länge und Weite, einfarbig,n oder sonst verziert, damit man Kopf und Hals umwand, in eigent-. K ' 611 Nopfbunden mit schmäleren und breiteren Wangenbinden (Fig. 122 b),appchen mit diademförmigen Spitzen, flachen Mützen u. dergl., brachte®an, hauptsächlich die Jugend, zierlich behandelte Haarnetze von zumBar\ , k ° Stbarer Durchbildung, und oft nicht minder reich geschmücktein ar J 1 ““beben in Anwendung: dies sämmtlich zuweilen mit dem Schleier°dermind UCkV ^ ller Wcise verbindend; ausserdem metallene'Reifen, mehrGold, Perlen r s th besetzt und > al s Haarschmuck, Schnurwerk von Silber,

beschafften Blu t0mCn S ' f ' und Kranze von natürliche " oder künstlichnem, die verschilf Nä ? stdem eignete man sich auch, gleich den Man-'

langzipfelig tragend n der Kapuze an ’" 8ie ÜUCh ganZ wie jelie

den Beiahrter™ „i ' ,° Ch geschah dias im Grunde genommen nur von’ s auch überhaupt mehr zum Schutz, denn zum Schmuck.