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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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294 !• ^ as Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jalirh.

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(Fig. 124 b cj. Noch anderweitige Besonderheiten beliefen sich auf eineAusstattung durch verschiedene Randbesätze, sei es von Stickerei oderPelzwerk, und hei den vorn ganz offnen Gewändern wenigstens theilweisnoch ausserdem auf Vermehrung des Knopfbesatzes. Zu den üblichenErnielformen kam wesentlich Neues nicht hinzu.

Fig. 124.

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Nicht viel anders verhielt es sicli mit der langen und weiten Beklei-dung der vornehmen, nichtamtlichen Stände. Auch diese beliesseusie im Ganzen bei ihrer herkömmlichen Form, nur dass sie den unterenRock häufiger bis gegen die Kniee hin abkürzten und den oberen Rock,abgesehen von einer vereinzelt noch massigeren Ausbildung der an sichschon zumeist sehr weiten und langen Sack- und Hängeermel, entwedernoch völliger und faltenreicher oder aber, mehr in Anschluss an den sonstherrschenden Geschmack, durchgängig um Vieles enger beliebten. Sobis gegen den Schluss des Jahrhunderts, bis dahin es auch wiederumgebräuchlicher ward, die weiteren Gewänder, wie vorzugsweise die nurmit Armlöchern versehenen und die gänzlich ermellosen, gleich einemMantel nach ältester Form (nach Art der „togu “) umzuwerfen (Fig. 124 a;vergl. Fig. 126 a). Von da au indessen kamen daneben, etwa seit 1470,jedenfalls nach dem Vorbilde der zu dieser Zeit in Frankreich insgemeinüblichen Staatskleidung, ein Untergewand von massigerer Weite und ein