298 !• Bas Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jalirli.
Rücken, die engeren an ihren Schössen zur rechten und linken zumeistnur kurz, die weiteren aber hier mehrentheils bis zu den Hüften hin auf-zuschlitzen und, jedoch unabhängig von jenen, die einen wie die anderenbald mit Ermcln auszustatten, bald nur mit Armlöchern zu versehen(Fig. 128 ci — c: Fig. 129 a. b). Noch ausserdem gestaltete man dieermellosen vereinzelt dadurch, dass man sie an jeder Seite bis zu denSchultern hin öffnete, zu eigentlichen Ueberwürfen, davon späterhin haupt-sächlich die Jugend häufiger Gebrauch machte. Im fiebrigen behandelteman diese Röcke insgesammt, ausser in Gestaltung der Ermel, ganz wie
die noch sonstigen Röcke; so in Betreff des Halsausschnitts, als auch desStoffs und der Ausstattung, darin man gleichmässig wechselte, nur dassman vorzüglich diese Röcke am unteren Rande und längs den Arm-löchern mit Pelzwerk zu verbrämen beliebte (Fig. 129 b; vergl. Fig.128 a — c). Ihre Ermel bildete man fast ausschliesslich entweder durch-gängig bis zur Hand hin enganliegend oder von nur massiger Weite bisüber den Ellbogen sich erstreckend (Fig. 129 a. b), oder aber von derSchulter bis zur Armbiege weitbauschig und von da bis zum Handgelenkeng, vorwiegend dieser letzteren Form zuweilen noch einen oberen vornder Länge nach aufgeschlitzten Hängeermel hinzufügend (Fig. 128 a — c).Die Ermel der übrigen Röcke dagegen erfuhren mannigfacheren Wechsel.