300 !• Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn dos 16. Jalirh.
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Die engeren Jacken stattete man zumeist mit langen, engen Ermeln(Fig. 131 b. cj, die weiteren hingegen häufiger mit faltigen Halbermeinaus (Fig. 130; Fig. 131 aj, zudem auch beliess man sie zuweilen mitnur kurzen Achselklappen oder gänzlich ermellos. Die engen Ermel aberpflegte man gelegentlich gleich wie die der Röcke rücklings zu schlitzenund zu unterpuffen (Fig. 131 c). — Vorzugsvveise bei dieser Tracht,deren noch weitere Ausstattung durch Randbesätze und Stickerei man sichnamentlich in der Folge besonders angelegen sein liess, brachte man auchdie farbige Halbtheilung, das „ mi-parti in Anwendung.
Fig. m.
Noch ausserdem wurden, zugleich mit den Jacken, einige Gewändergebräuchlich, vorzugsweise dazu bestimmt, über diese und über die kür-zeren Röcke angezogen zu werden. Sie, somit gleichsam ein Mitteldingzwischen Ueberrock und Mantel, hatten die Gestalt einerseits von baldlängeren bald kürzeren vorn offenen, ermellosen „Schauben“ (Fig. 127 c),andrerseits von unterschiedlich langen und weiten Ueberziehern mit zu-meist langen, weiten Ermeln und breitem tief herabfallendem Kragen vongewöhnlich nur einfachem, doch mitunter auch künstlicherem Schnitt. Inletzterer Beschaffenheit bildete er in den meisten Fällen einen weitfaltigenBehang, entweder nur an den (zwei) vorderen Kanten oder zugleich auchnoch inmitten im Verhältniss zur übrigen Ausdehnung spitzflügelig sehrbeträchtlich verlängert (vergl. Fig. 127 b).