A. Tracht. Italien . Kleidung der Männer (1400—1500). 301
Was nun endlich die mannigfachen Sonderformen anbetrifft, dieman zum Theil selbst schon kurz vor Beginn des Jahrhunderts in eigen-williger launenhafter Bethätigung ersann und namentlich im Verlauf derzweiten Hälfte des Jahrhunderts noch im Einzelnen durch mancherleiseltsamere Gestaltungen vermehrte, so gingen diese insgesammt sowohlvon der langen und weiten Kleidung, als auch von der kürzeren undengeren aus.
Im Hinblick auf die erstere, als die ältere überhaupt, stellte manzunächst demähnliche Gewänder, aber von solcher Steifheit her, dass siekeine Fältelung zuliessen, indem man dazu die derbsten Gewebe von
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Tuch, Seide oder Sammet wählte und sie zumeist noch dmeh eingestickte
oder aufgenähte Verzierungen verstärkte (Fig. 13)- meisten
waren nur selten vorn der Länge nach geöffnet, vielmehr lFällen entweder geschlossen oder, zum Reiten, doch nur untc “ ( 0und rücklings) bis zum Gesäss hin aufgeschlitzt (Fig. 132 b. d). Amhäufigsten versah man sie nur mit Armlöchern oder mit nur kurzen Halb-ermein, zuweilen auch mit einem Schulterkragen, der gleichfalls faltenlosanschloss und, bei sehr verschiedener Breite, gemeiniglicher noch kost-barer, als der Rock selber, verziert wurde (Fig. 132 d). Stattete mansie mit Langermeln aus, so beliebte man diese vorwiegend sehr weit und