302 !• Das Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jabrh.
bis zum unteren Rande des Gewandes hcrabreicliend, gleich dem letz-teren steif, faltenlos, und somit, grösserer Bequemlichkeit wegen (zumHerausstrecken der Arme), inmitten zu knappen Armlöchern geöffnet(' Fig. 132 e). Noch ferner pflegte man namentlich den unteren Saumsowohl dieser Ermel als auch des eigentlichen Rocks mit kostbarem Pelz-werk zu verbrämen und so auch, nicht selten mit Beibehalt eben dieserAusstattungsweise, zu einfachem „Zaddclwerk“ zu gestalten (Fig. 132 d. e).— Gleichzeitig damit brachte man lange Umhiinge in Anwendung, die
Fig. 133.
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den einfachen Umhängen, welche zur rechten und zur linken bis zu denSchultern hin offen waren, zwar dem Schnitt nach völlig entsprachen,sich aber von diesen dadurch unterschieden, dass ihre Ränder insgesammtzu breiten mehr oder minder langen „Lappen und Laschen“ zerschnittenwurden (Fig. 132 a).
Nicht lange nach Aufnahme dieser Gewänder, noch vor der Mittedes Jahrhunderts, gingen einzelne vornehme Stutzer in deren Gestaltungund Ausstattung noch um ein Beträchtliches weiter. Die einmal durchdie Derbheit des Stoffs, aus welchem man sie herstellte, gebotene Glätteund Steifheit derselben, Hess hierin keine Veränderung zu; so aber suchten