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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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318 I. Da$ Kostüm vom Beginn des 14. bis zum Beginn des 16. Jahrli.

ganzen Länge nach, und, falls inan es durchweg weiter beliebte, anbeiden Seiten, rechts und links, bis zum Ansatz der Schulter hin, thun-lichst breit offen zu belassen (Fig. 143 e; Fig, 144 <i. b). Im ersterenFalle pflegte man es zu etwaigem Verschluss oberwärts bis zur Tailleherab mit zumeist kostbaren Schnürbändern , von da an aber dicht mitKnöpfchen zu versehen (Fig. 143 e), im anderen Falle theils, zu gleichemZweck, in weiteren Abständen von einander mit kleinen mehr oderminder reich verzierten Buckeln auszustatten, theils, und zwar am häufig-sten, nur längs den Rändern mit einer Borte, zuweilen in reicher Gold-

Fig. 143.

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oder gar Perlenstickerei, zu besetzen. Zu dem Allen aber beliebte manüberhaupt einerseits das Leibchen vorn, vor der Brust, möglichst tiefund weit zu öffnen, damit der gemeiniglich sehr kostbare Brustlatz oderdie Untertaille darunter zu gehöriger Geltung gelangen konnte, ander-seits den eigentlichen Rock, um das Bretterne desselben mindestens inetwas zu mindern, und zwar bei durchgängigerer Weite vollständig, zumehrem unterschiedlich breiten Langfalten zu gestalten. Der Gurtunghierbei entsagte man ganz, oder aber bediente sich des Gürtels doch nur