320 L Das Kostüm vom Beginn des 14 . bis zum Beginn des 16 . Jahrh.
dazu dann aber zugleich auch nicht allein die damit verknüpften Eigen-heiten in Gestaltung des Halsausschnitts und des Leibchens, sondern auchalle noch sonstigen Absonderlichkeiten, welche der burgundische Geschmackin der Tracht überhaupt hervorgerufen hatte (vergl. Fig. 14b a). '
Fig. 115.
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Mit den Ermeln der nun so verschiedenartigen Übergewänder ver-blieb es im Grunde genommen beim Alten. Wirklich Neues kam wenighinzu. Es beschränkte sich dies wesentlich auf Aneignung von ähnlichenErmeln, wie bei der männlichen Kleidung üblich geworden waren, dieden Oberarm weit aufgebauscht, den Unterarm aber nur mässig weit odervöllig eng umgaben, und auf eine noch fernere Vermannigfachung derSchlitze und Puffen. Die weiteren Ermel, gleichviel ob sie den Armvollständig oder nur zum Theil bedeckten, pflegte man nunmehr gelegent-lich vorn oder seitwärts von der Schulter etwa bis zum Ellenbogen mehroder minder weit aufzuschlitzen und die Schlitze durch Knöpfchen oderdurch lose darüber gezogene Bänder oder Schnüre zn verbinden (Fig.142 a. b ), auch wohl, ohne Aufschlitzung, der Länge nach durch zier-lichen Bortenbesatz zu schmücken (Fig. 142 d)\ die enganschliessendenErmel aber wurden hinterwärts jetzt mehrfach theils in ihrer ganzenAusdehnung oder (bald ober-, bald unterwärts) zur Hälfte geöffnet, und