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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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B- Gerätli. Abendland im Allgem. Gewerke (Holzarbeit 13001400). 4H

Gedürfnisscn und Ansprüchen, da sie gerade diesen Betrieb vorzugsweiseführten, eben solches Bestreben auch zu immer weitergreifender Gel-11 S- Es war dies überall, in Frankreich , Spanien , Italien und Deutsch -3 , > gleichmiissig der Fall, und betraf nicht nur die Bildschnitzer^, er die Verfertiger von an sich künstlerisch selbständigen(;i 'ken, sondern auch, wenigstens in einem der Sache nach entsprechendena de, alle die, welche sich mit der Herstellung von Nützlichkeitsgeräth-^ alten, vonMöbeln ira engeren Sinne, befassten. Ueberdies fandsehen beiden kaum schon eine äussere Trennung statt, so dass sie,dies auch noch in der Folge, ja selbst bis ins sechszehnte Jalir-l| odert hinein gemeiniglich zu geschehen pflegte, einander in die Handeiteten, mithin sich gegenseitig ergänzten. Die Bildschnitzer, dieüberhaupt wesentlich in der Betätigung für kirchliche Zwecke heran-^ 1 det hatten, fanden innerhalb dieser Richtung noch fernerhin ihreptsächliehste Stütze. Schon seither zur Beschaffung von grösserener kleineren Darstellungen aus der heiligen Geschichte oder von ein-fas 6n vielfach in Anspruch genommen, waren sie zu stets um-

q Sen deren Verbildlichungen der Art vorgeschritten, dabei sich dann dereschnaack daran bis um die Mitte des vierzehnten Jahrhunderts zu einemkir) ° steff ertc ) dass man sie auf diesem Gebiete vornämlich von da anst ^euerseits ungemein beschäftigte. Es galt dies nun neben der Her-q ung von einzelnen grösseren Bildwerken, als ganzen Figuren oderVon^ en> un< * sonst 'c en Blossen Zierrathen, hauptsächlich der Verfertigung zu meist sehr ausgedehnten reich behandelten Altarwerken, dieste ° ln 111 mehreren baulich gegliederten Abtheilungen die vornehm-n Gegebenheiten aus der Leklenseesehichtc Christi durch eine Fülledru 1 '^ Uren möglichst ergreifend veranschaulichen sollten. Um den Ein-dafTp ZU erhöhen, bemalte man sie der Natur gemäss, und schmückteU ailZe aussel 'dem stellenweis, so insbesondere den Grund und diejj , ra lnQUn gen, durch glänzende Vergoldung. Bei den anderweitigenar .Gern, dazu (nach allerdings erst viel späterer Bezeichnung) diev v j reine r, Tischler u. s. w. zählten, da in ihrer Handtierung vor-Grif. en< ^ durc ü Erfüllung des Zweckdienlichengebunden, musste freilichdie ^ ns G er sc hes Bestreben, eben zufolge ihrer Aufgaben, Wesentlich auf(j rili V< j rz erei 'd e Ausstattung beschränkt bleiben; aber gerade aus diesemSl ch 6 ^ e ° ann darin unter ihnen ein ungemeiner Wetteifer, der

a üch ^ S ° llÖ1>er ste *g ei ' te i a l s mit der Zunahme der Bedürfnisse sichDj e p 6r Sinn fiir das künstlerisch Schöne zunehmend verallgemeinerte.Gauk 0rßlCn tlafüv entlehnten sie, gleichwie schon seither, vor Allem derde s Orr^' D ° ch abgesehen, dass diese an sich nun gerade hinsichtlichBilder . a ? lents überaus an Reichthum gewann, mithin für jene die Vor-11 * immer beträchtlicher vennehrten, blieben sie keineswegs dabei